LEO COACHING
Poesie

Poesie

Ich liebe die Sprache, besonders natürlich meine Muttersprache. Und wenn sich meine Emotionen verdichten, dichte ich. Diese Poesie darf ich hier mit Euch teilen. Alle Texte und Fotos sind von mir und dienen Euch zur Inspiration. Verwendet diese für Euch selbst und um andere zu erfreuen. Ich bitte Euch beim Teilen nur darum, meinen Namen als Quelle zu nennen. Danke Euch. Viel Spaß beim Lesen und Genießen ! Alles Liebe, Eure Waltraud „Leo“ Leobacher.

Sonnenmorgen

Sonnenmorgen. Die schönste Zeit des Tages. Frisch und verheißungsvoll liegt er vor mir wie ein unbeschriebenes Blatt und kündet von Neuem, Freude Spendendem, von kühnen Abenteuern und lustvollen Begegnungen. Von einem lustigen Schwatz über den Zaun. Von einer innigen Umarmung. Von einem Telefonat mit einem so vermissten Menschen. Von einer unerwartet schönen Begegnung. Sonnenmorgen. Die Schwere des Gestern trägt er davon und lässt mir ein leichtes, lachendes Herz.

08. April 2021


Herznebel

Nebel liegt in der Bucht. Eine weiße Taube kündet, das Küchenfenster hochflatternd, Verheißung. Noch kann ich sie nicht sehen. Tröstlicher Teedampf streicht um mein Gesicht. Die Welt liegt in warmem Hellgrau. Tröstlich auch das. Wird es zu spät sein, wenn die Farben kommen? Ich hauche in den Tee. Dampf steigt auf, ich sehe nicht mehr nach draußen. Drinnen ist es warm. Etwas drückt gegen mein Herz. Der Nebel. Der Nebel in der Bucht klopft an. Herznebel.
21.02.2021


Morgens

Morgens der erste Schluck dampfenden Kaffees.

Ein erster Blick auf den gefrorenen See.

Die erste Umarmung des Liebsten am Tag.

Und dann kann es losgehen, und kommen, was mag.


15.02.2021


Sehnsucht nach Licht

Dunkel ist’s an diesen Tagen, Nebel wabert über’n See. Farben sind der Welt gewichen, weiß bedeckt alles der Schnee. Kälte kriecht in alle Glieder, stumm schau ich zum Fenster raus. Flocken tanzen auf und nieder, legen sich auf jedes Haus. Grau der Himmel, schwarz die Bäume, Raben ziehen über’s Land. Dunkel sind auch meine Träume, untätig die kalte Hand. Etwas regt sich jetzt da draußen, in dem Baum vor’m Fensterplatz, ganz allein pickt an dem Aste von dem Baum ein brauner Spatz. Wie er da so sitzt und pickt, selbstvergessen von der Welt, wie vom Himmel hergeschickt, daß er hier mein Herz erhellt. Steif sind zwar noch meine Glieder, doch ich möcht’s dem Spatz gleichtun, sachte, sacht reg‘ ich mich wieder, suche lang nach meinen Schuh’n. Hülle mich in dicke Schichten Wolle und setz auf den Hut, geh hinaus zu Winterlichten, Schritt für Schritt fass‘ ich jetzt Mut. Knirschend grüßt der Schnee mich leise unter meinem festen Tritt, die Natur so wunderweise nimmt auf meinem Weg mich mit.

17.01.2021


Unter dem Pulli

Unter dem Pulli und der Haut schlägt mein Herz. An einem einsam ruhigen Nachmittag trifft mich die Sonne genau dort. Das Laub zwinkert mir zu: alles vergeht… sei ruhig. Und während ich schaukle, fallen meine Gedanken ins Wasser und ertrinken.

November 2020


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