Gesundheit im Glas

Gesundheit im Glas. Mit selbstgemachten Vitaminen !

Der Herbst schenkt uns viele Früchte. Mit einer simplen und genialen Technik können wir diese haltbar machen und nicht nur die gesunden Inhaltsstoffe erhalten, sondern ganz nebenbei auch noch neue Vitamine zaubern!

Der Herbst mit seiner Qualität des Rückzugs bringt zum Nachdenken. Was können wir selber tun, um uns selber gesund zu erhalten, was, um die Umwelt vor schädlichen Einflüssen zu schützen, die wir selber durch unser Einkaufsverhalten auslösen ? Und wie können wir all das tun und nebenbei noch unseren Alltag spielend schaffen ?

Es gibt eine uralte Methode, die schon vor tausenden von Jahren die Ägypter verwendet haben, um sich gesund zu halten und Gemüse haltbar zu machen. Lange also noch vor der globalen Erwärmung. Es handelt sich dabei um ein und dieselbe Methode. Eine Methode, die nebenbei auch noch durch die Kraft der physikalischen Vorgänge in der Natur neue Vitamine hervorbringt.

Eine Methode – zwei Wirkungsweisen

Diese Methode heißt Fermentation. Es ist das Einlegen von Früchten unter Ausschluss von Luft. Das startet einen Gärungsprozess. Das Geheimnis dabei liegt in den Milchsäurebakterien. Dabei ist Milch gar nicht im Spiel. Diese Bakterien sind nur nach ihrer Entdeckung benannt – da sie das erste Mal in der Milch entdeckt worden sind. Die Milchsäurebakterien finden wir auch in unserer Darmflora. Sie verwandeln Zucker in Milchsäure. Also ist eingelegtes Gemüse auch für Menschen mit Unverträglichkeit gegen Laktose oder Milcheiweiß geeignet.

Am besten geeignet zum Einlegen sind feste Gemüsesorten wie Kürbis, Paprika, Pfefferoni, Karfiol, Pastinaken, Rote Rüben, Brokkoli, Karotten…

Gemüse einlegen

Was ist denn nun das Zauberhafte an dieser Methode, und wie geht das ?

Wenn Gemüse eingelegt wird, entstehen Probiotika. Das sind Mikroorganismen, die unsere Verdauung unterstützen und unser Immunsystem stärken – genau das Richtige als Vorbereitung auf den Winter. Bei der Fermentation entstehen sogar neue Vitamine: Vitamin C und B-Vitamine. Herrlich – wir brauchen uns gar keine Südfrüchte aus weit entfernten Regionen ins Haus holen, sondern schaffen spielend leicht selber Vitamine mit unseren eigenen, heimischen Gemüsesorten !

ZUTATEN FÜR WINTERGEMÜSE

Feste Gemüsesorten wie Kraut, Kürbis, Knoblauch, Kräuter; Gurken, Zucchini, Paprika, Pfefferoni, Knoblauch; Rote Rüben, Pastinaken, Karfiol, Brokkoli, Zwiebeln

Wasser

Salz

Spangengläser mit Deckel

ZUBEREITUNG

  • Spangenglas säubern
  • Gemüse waschen, putzen, in mundgerechte Stücke schneiden
  • Die Gemüsestücke in das Glas schichten und andrücken, nicht ganz anfüllen
  • Salzlake zubereiten: pro Liter Wasser 1-2 TL Salz
  • Gemüsestücke mit der Salzlacke bedecken
  • kleine Schale, Teller oder Brettchen zum Beschweren in das Glas legen, damit die Luft entweichen kann
  • mit einem Tuch abdecken
  • in einen mind. 20, max. 30 Grad warmen Raum stellen
  • 4-10 Tage warten (je mehr Salz, desto länger dauert die Gärung)
  • Wenn sich keine Bläschen mehr bilden, die Teile zum Beschweren wegnehmen, Glas schließen und an einem dunklen, kühlen Ort lagern
Gemüse einwintern ist ganz leicht: feste Gemüsesorten mundgerecht schneiden und in ein Spangenglas einlegen.
Gemüse waschen, putzen und in mundgerechte Teile schneiden. Dann in ein Spangenglas schichten und andrücken.
Die Gemüsestücke mit Salzlake bedecken. Darauf achten, bis zum Glasrand noch Platz zu lassen für den Gärungsprozess.
Zum Schluss noch eine Schale oder ein Brettchen auf das Gemüse legen und einen Stein zum Beschweren, damit die Luft während des Gärungsvorganges nach oben entweichen kann.

VORTEILE UND WIRKUNG

  • verdauungsschonend
  • Vitamin C + B-Vitamine entstehen wie von selbst
  • klimafreundlich + regional
  • Vielfalt am Menüplan
  • kein Strom notwendig
  • und spart Geld
Nach 14 Tagen ist mein Gemüse fertig und genießbar. Ab an einen kühlen und dunklen Ort….
… aber erst einmal kosten ! Mmmh – Mahlzeit mit heimischem superfood !

Viel Spaß beim Herstellen und Entdecken von neuen Gemüsekreationen wünscht

Mag. Waltraud Leobacher

Kommunikationswissenschafterin und Bewegungscoach

Bild und Text: Mag. Waltraud Leobacher, 30.10.2019

BIBLIOGRAPHIE

Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Fermentation, 30.10.2019

https://de.wikipedia.org/wiki/Probiotikum, 30.10.2019

Gesundheitsbote – FNL, Freunde naturgemäßer Lebensweise, Heft 5 / Jahrgang 38, 2019, Seite 15-20.

Dynamisches Duo Muskel & Faszie

Das myofasziale System: Muskeln und Faszien, die eine funktionelle Einheit bilden.

Sind die Faszien trainierbar ? Diese Frage beschäftigt und erhitzt die Gemüter quer durch Bewegungs-, Manualtherapie- und Faszienforschungs-kreise hinweg seit Jahren – seitdem die Faszienforschung 2007 im ersten Fasziensymposium weltweit in Boston gezeigt hat, was die Faszie ist und was sie kann. Es handelt sich bei der Faszie um ein dreidimensionales Spinnennetz, das sich durch den ganzen Körper durchzieht, Muskulatur an Knochen anbindet, Körperteile miteinander verspannt, Muskeln und Organe einpackt und schützt.

https://www.arte.tv/de/videos/078162-002-A/xenius-faszien/

Bevor wir die eingangs gestellte Frage beantworten, sehen wir uns erst einmal das myofasziale System an. Myo bedeutet Muskel, und gemeinsam mit dem Bindegewebe, den Faszien, bilden diese eine funktionelle Einheit im Körper. Faszien umhüllen jede Muskelfaser, jedes Muskelfaserbündel, und formen die Muskulatur. Faszien sind also von der Muskulatur in der Bewegung nicht zu trennen. Das geht soweit, dass bei Bewegungsmangel, beispielsweise nach einer Operation, nach welcher der Körper lange ruhig gestellt ist, das Gewebe um die Muskulatur verfilzen kann. Das kann zur Folge haben, dass sich der Muskel unter der Bindegewebsschicht nicht mehr bewegen kann, dass sogar Nerven durch diese Verfilzungen eingeklemmt werden können. Die Folge ist Schmerz.

Wenn die Muskulatur untrennbar mit der Faszie verbunden ist – kann man die Faszie dann überhaupt spezifisch trainieren ?

Treten wir nun den Beweis an und beginnen wir, auf einer Hartschaumrolle Körperteile zu rollen. Neueste Geräte machen die Dicke der Faszien messbar. Es kann dadurch praktisch festgestellt werden, dass die Faszie durch das Rollen auf der Hartschaumrolle fester wird. Doch warum wird die Faszie fester ? Ob das Rollen das Bindegewebe tatsächlich fester macht, so wie die Messergebnisse zeigen, oder ob die gerollte Muskulatur als Schutzreaktion einfach fester wird, gilt es noch wissenschaftlich zu belegen. Praktisch kann das Rollen tatsächlich Verspannungen lösen, den Muskel aufwärmen und sogar Muskelkater lindern.

Hüpfen, wie Seilspringen und Hopserlauf, federnde Bewegungen wie Schwunggymnastik und spezifisches Fasziendehnen verbessern nachweislich die Zugkraft und machen den Körper verletzungsresistenter und zugleich beweglicher. Dazu gibt es bereits zahlreiche Studien.

Fest steht, dass spezifische Dehnungen einen mechanischen Übertragungs-effekt im Körper auslösen – und zwar sogar zwischen Kopffaszie und Achillessehne. Denn im Grunde ist dieses 3 D – Körpernetz eine große, von Kopf bis Fuß alles verbindende Faszie, die unseren Körper bewässert, die Gelenke nährt, die Organe verpackt, die Muskulatur einhüllt und formt und so den Körper aufrichtet, geschmeidig und beweglich hält.

Es erscheint logisch, dass die Faszien ohne Muskeln nicht allein bewegt werden können, da diese ja untrennbar miteinander verbunden sind. Doch mittels spezifischer Bewegungen, die auf die Faszie abzielen, können wir die Sprungkraft und Resistenz der Faszien erhöhen, können Verklebungen lindern und lösen und die Muskulatur auf ein Training vorbereiten. Auf diese Weise ist das Team Muskel & Faszie tatsächlich ein dynamisches Duo und kann als solches ganz individuell trainiert werden.

Mag. Waltraud Leobacher

Kommunikationswissenschafterin, Bewegungscoach & Bloggerin „Fascianista“

Inhaberin des Pilates-Studios GSUNDHAUS

Mattsee, 12.09.2019


Bibliographie: Xenius: Faszien. Bindegewebe auf dem Prüfstand. Halbstündiger Film auf arte.tv verfügbar vom 20/08/2019 bis 18/11/2019.

https://www.arte.tv/de/videos/078162-002-A/xenius-faszien/

Aloha Aloe !

Aloe Vera ist eine Tausende Jahre alte Heilpflanze, die die alten Ägypter bereits zu Salben verarbeitet hatten.
Ob man das reine Gel aus dem Inneren der Pflanze verwendet zur sicheren, milden äußerliche Anwendung oder die ganzen Wirkstoffe in Öl auslässt, hängt vom persönlichen Bedarf und der Beschaffenheit der Haut ab. Wer das erste Mal mit Aloe Vera experimentiert, dem empfehle ich die sichere Methode, die im Rezept unten beschrieben ist.

Die starke Heilpflanze Aloe Vera ist tausende von Jahren alt. Bereits die alten Ägypter haben vor über 5000 Jahren, später die alten Griechen Salben daraus gefertigt.

Wild wächst Aloe Vera auch im Mittelmeerraum. Nach den alten Ägyptern haben erst einmal die Griechen davon Kenntnis erlangt, und dann erst hat die Pflanze den Weg nach Asien gefunden.

Aloe Vera heilt Wunden, wirkt heilsam besonders bei Hauterkrankungen, Magen-Darm-Beschwerden, Gelenkschmerzen, Zahnfleischentzündung und bei Sonnenbrand.

Im Blattinneren befindet sich das Gel, das man in Wasser auflösen kann. Aus den äußeren Blatteilen kann man die Anthrachinonglykoside Aloin A und B gewinnen, die nicht oral eingenommen werden sollen, da sie abführend und bei längerer Gabe vergiftend wirken können.

ALOE VERA-SALBE SELBER MACHEN

Bei der Herstellung unserer eigenen Heilsalbe achten wir auch auf die Regionalität. Wir sollten zudem die Quelle aller Inhaltsstoffe der herzustellenden Salbe kennen. Aloe Vera-Produkte gibt es unzählige, die beste Wirkung zeigen jedoch Produkte, die möglichst nahe bei uns wachsen und möglichst wenig verarbeitet sind. Es lohnt sich, beim Kauf in einem Gartengeschäft den biologischen Anbau zu prüfen.

Und so wird sie gemacht:

Um an das Aloe-Gel zu kommen, schält man die Pflanze und löst das weiße Gel in Wasser heraus.

ZUTATEN FÜR DIE ALOE VERA-HEILSALBE

20 ml Wasser

1 EL Magnesiumflocken (nach Bedarf)

20 g reines Gel aus dem Inneren der Pflanze

5 g Bienenwachs

HERSTELLUNG

In einem Email-Topf das Magnesium mit Wasser anrühren und das Aloe-Gel dazugeben. Bei niedrigster Hitze (1 bis maximal 2) einige Minuten mit einem Glasstab durchrühren, bis sich das Gel mit dem Wasser verbunden hat. Das Bienenwachs ebenfalls mit einem Glasstab einrühren, bis sich das Wachs aufgelöst hat. Die Salbe in eine verschließbare Glasdose umfüllen. Die Salbe auskühlen lassen und an einem kühlen und dunklen Ort aufbewahren. Die Salbe ist nur kurze Zeit haltbar, sie ist innerhalb von 14 Tagen aufzubrauchen. Das Magnesium kann man je nach Bedarf auch weglassen.

WIRKUNG

  • kühlend
  • durchblutungsanregend
  • feuchtigkeitsspendend
  • entzündungshemmend
  • antibakteriell
  • antiviral

Was ist an Wirkstoffen in dieser Pflanze enthalten?

Rund 200 unterschiedliche Inhaltsstoffe aus der Aloe Vera Pflanze sind mittlerweile bekannt und nachgewiesen. Darunter befinden sich in Vitamin A, B1, B2, B3, B6, B12, Folsäure, Vitamin C und E.

Zudem finden sich in der Aloe Vera Mineralstoffe und Spurenelemente wie Chrom, Eisen, Kalium, Kalzium, Kupfer, Magnesium, Mangan, Natrium und Zink. Auch sieben der acht essentiellen Aminosäuren sind in der Pflanze. Enzyme in der Aloe-Pflanze unterstützen den Stoffwechsel.  

All diese Wirkstoffe finden wir in sehr kleinen Mengen, denn die Pflanze besteht hauptsächlich aus Wasser.

KONTRAINDIKATIONEN

Wissenschaftlich bestätigt konnten die obigen Wirkungen bislang nur im Bereich der Stoffwechselbeschleunigung und Aknebehandlung werden. Das Gel kann Juckreiz und Brennen auf der Haut auslösen, also Achtung bei sensibler Haut und Allergien.

Vorsicht ist geboten bei dem Wirkstoff Aloin, das sich in der Schale befindet. Dieses kann Verdauungsprobleme sogar noch verschlimmern und wird daher als Arznei kaum noch eingesetzt. Eine Ausnahme sind „schmerzhafte() Einrisse() im Bereich des Darmausgangs, Hämorrhoiden und nach Operationen im Enddarmbereich, (hier) kann eine Anwendung des Aloe-Harzes nach Absprache mit dem Arzt jedoch sinnvoll sein. Die empfohlene Dosis liegt hier zwischen 20 und 30 mg Aloin pro Tag“.*

Meinen Teil einer Aloe-Pflanze habe ich von einem griechischen Bauern bekommen, von welchem ich auch Olivenöl beziehe. Deswegen habe ich gleich die ganze Pflanze in diesem Öl zubereitet. Empfehlenswert besonders für Anfänger ist allerdings die sichere und sanftere Zubereitung, das Innere in Wasser aufzulösen- siehe Rezept.

Deswegen lasse ich für meinen Bedarf die Wirkstoffe in Olivenöl aus – ich verwende also alle Anteile der Pflanze, auch das Aloin, die Wirkung ist in Öl ausgelassen deutlich milder. Ich persönlich verwende meine Aloe Vera-Salbe für den ganzen Körper und nur äußerlich – also transdermal.

Die Gesetzgebung im Kosmetikbereich ist sehr streng. Es empfiehlt sich auch für den privaten Bedarf, bei der Herstellung eigener Naturkosmetik sehr sauber zu arbeiten und am besten Emailtöpfe zu verwenden. Um zu wissen, was wir gut vertragen, ist es das Beste, unseren eigenen Körper immer besser kennenzulernen und so bei der Erstellung eigener Kosmetik genau zu wissen, was für uns gut und richtig ist – weil es sich auch genau so anfühlt.

Viel Spaß beim Herstellen und Entdecken dieser Salbe wünscht

Mag. Waltraud Leobacher

Kommunikationswissenschafterin und Bewegungscoach

Bild und Text: Mag. Waltraud Leobacher, 27.05.2019

BIBLIOGRAPHIE

https://www.natur-kompendium.com/aloe-vera/, 27.05.2019

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/inhalt-04-2004/pharm1-04-2004/, 27.05.2019

* https://www.zentrum-der-gesundheit.de/aloe-vera-ia.html, 27.05.2019

Unser bester Freund – der innere Schweinehund

Vom Sündenbock zum Traum-Erfüller

Vom inneren Schweinehund sprechen wir, wenn wir uns nicht überwinden können, etwas zu tun. Um zu verstehen, warum das so ist, lohnt sich ein Blick in unser Gehirn.

Wir alle kennen das: Neujahrsvorsätze, die sich noch vor der Schneeschmelze in Luft auflösen. Woran es liegt, dass wir so häufig daran scheitern, unsere Ziele überhaupt zu verfolgen, geschweige denn, sie zu erreichen, kann uns die Gehirnforschung beantworten.

Einerseits spielt es eine große Rolle, wie wir die Ziele formulieren, und andererseits muss diese Formulierung auch zu unserer Persönlichkeit passen, denn ansonsten verweigert ein Teil des Gehirns einfach die Arbeit.

Wenn wir eine Zielformulierung nur mit unserem Verstand vornehmen und das Unbewusste nicht einbeziehen, meldet sich prompt unser Schweinehund, der ebendort sitzt und seine ganz eigenen Ziele für uns bereit hält.

Dabei meint dieser es durchaus gut mit uns. Der Schweinehund steht für unsere Ängste, unsere Vorahnungen, für das unbestimmte Gefühl, was wohl passieren würde, wenn wir so ein Verstandesziel tatsächlich erreichten.

Nehmen wir uns also nur mit unserem Verstand vor, eine Beförderung zu erreichen, und schaffen dann den Weg vom Arbeitsplatz zum Chefbüro einfach nicht, dann könnte es ja sein, dass uns der Schweinehund andauernd zuflüstert: willst Du wirklich künftig noch mehr arbeiten? Oder willst Du doch lieber weiterhin Zeit für Deine Liebsten haben? Und Zeit zum Spielen und für Auslauf, ja die braucht der Schweinehund!

Natürlich können wir auch nur mit dem Verstand gesteckte Ziele erreichen, ohne das Unbewusste mit einzubeziehen. Ein dauerhafter Erfolg aus einem rein verstandesmäßig gefassten Entschluss kann allerdings anstrengend für uns werden. Warum?

Weil auf diese Weise unsere Emotionen, Einstellungen und Werte nicht einbezogen sind – und wir erst mit diesen inneren Ressourcen das Wichtigste schaffen können, um ein erfülltes Leben zu führen: inneren, dauerhaften Antrieb. Diese ganz natürliche innere Motivation ist die Kraft, die uns scheinbar ganz leicht unseren wirklichen Zielen zuführt. Zielen, die auch der Schweinehund gut findet – besonders, wenn noch Zeit zum Spielen bleibt.

Was passiert also mit uns bei einem Entschluss, den wir nur mit dem Kopf gefasst haben?

Es könnte sein, dass sich dieser im Bauch ganz komisch anfühlt. Es ist uns mulmig bei dem Gedanken, den Verstandesweg zu gehen. Dieses Bauchgefühl nun ist es, das uns dauerhafte Erfolge sichert, wenn wir es einbeziehen. Wenn wir also auf unseren Körper „hören“. In der Hirnforschung spricht man bei diesem Bauchgefühl vom so genannten „somatischen Marker“.

Wenn wir an eine bestimmte, sehr unangenehme Situation von früher denken, steigen Emotionen in uns auf. Und diese wiederum lassen sich im Körper gut feststellen. Wir sprechen etwa vom zugeschnürten Hals, vom Druck auf dem Herzen, vom Knopf im Bauch. Alle diese Emotionen sind somatische Marker.

Der Körper zeigt in diesem Fall, dass es zwischen dem Bewussten und dem Unbewussten einen Konflikt gibt. Wenn wir nun das Pferd von hinten aufzäumen, uns also in eine positive Grundstimmung versetzen mit Hilfe von Bildern, Dingen, Musik, Gerüchen, dann sind wir in der Verfassung, ein Ziel nachhaltig zu verfolgen. Die Brücke vom Bewussten zum Unbewussten funktioniert über Bilder.

An jedem Wort hängt ein Bild und an jedem Bild hängt ein Gefühl.

Wilma Bucci, Psychoanalytikerin

Worte, mit denen wir unsere Ziele bauen, müssen starke und eindeutige Bilder produzieren, damit wir uns in unserem Körper stark und eindeutig gut fühlen. 

Entscheidend für ein freies, glückliches, selbstbestimmtes Leben ist also eine Zielformulierung mit allen unseren Sinnen – auf emotionaler, körperlicher und geistiger Ebene.  Das Zürcher Ressourcen-Modell gibt uns eine für jedermann gut durchführbare Methode an die Hand, unsere ganz persönlichen Ziele mit allen Sinnen zu formulieren. Das Schöne daran ist, dass diese Methode ganz und gar nicht anstrengend ist, vielmehr verspielt und sehr locker daherkommt. Ganz so, wie es der Schweinehund eben mag. Maja Storch und Frank Krause haben diese Methode in den 1990er-Jahren für die Universität Zürich entwickelt.

Der Effekt dieser Arbeit an uns ist, dass die Entschlossenheit steigt, ein Ziel in Angriff zu nehmen. Derart motiviert, fühlen wir uns großartig.

(Wir) sind () voller Energie, fühlen uns stark, fähig und entschlossen und bewegen uns auf ein Ziel zu.

Carver und White 1994; Greenaway et al. 2015; Elliot 2008; Harmon-Jones et al. 2011, in: SMART oder MOTTO?, siehe Bibliographie

Wir fühlen uns also unglaublich gut, machen etwas, das uns Spaß macht und dürfen so sein, wie wir halt einmal sind.

Klingt zu schön, um wahr zu sein? Die Hürde kommt im Alltag. Über Erfolg und Nichterfolg entscheidet, wie oft wir unsere erarbeiteten Bilder und bildhaften Beschreibungen im Alltag aktivieren, uns daran immer wieder erinnern.

Und wenn wir diese starken Bilder und Worte auch noch verkörpern mittels Embodiment, uns zum Beispiel ab und zu wiegend bewegen wie auf einem Bötchen auf dem Meer, ja, spätestens dann ist der Schweinehund mit an Bord und segelt mit uns in Richtung freies Leben. Dann ist es so wie mit allem im Leben: das, worum wir uns kümmern, das wächst und gedeiht.

Mögen also unsere Ziele so formuliert sein, und wir diese in unserem Leben verankern, sodass wir mit Schaumkrönchen-Wind Kurs auf das Leben nehmen, das wir uns erträumen,

das wünscht uns allen

Mag. Waltraud Leobacher

Kommunikationswissenschafterin & Bewegungscoach

verantwortlich für Bild und Text, 07.05.2019


BIBLIOGRAPHIE

  • Storch, Dr., Maja;  Hüther, Prof.Dr.rer.nat.Dr.med.habil., Gerald; Cantieni, Benita; Tschacher, Prof.Dr.phil., Wolfgang: Embodiment. Die Wechselwirkung von Körper und Psyche verstehen und nutzen. Bern: Verlag Hans Huber, 3. Nachdruck 2015 der 2., erweiterten Auflage 2010.
  • Mühlberger, Mag. Dr., Christina; Büche, MSc. S, Angela; Jonas, Prof.Dr., Eva: SMART oder MOTTO? Von der Hemmung in die Handlungsfähigkeit durch passende Zielformulierung. Organisationsberat. Superv. Coach (2018) 25:147–160, online publiziert 04.05.2018, https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs11613-018-0546-4

Bärlauch-Bowl

Nach dem Frost wächst der Bärlauch – und verbreitet einen zarten Knoblauchduft.

Der Bärlauch – ein Veggie-Buddie

Der Bärlauch entgiftet den gesamten Organismus und passt damit perfekt in die Fastenzeit. Er saniert unseren Darm und zerstört schädliche Pilze im Körper. Er enthält Schwefel, Eisen, Magnesium und Mangan und ist somit ein guter Eisenlieferant – besonders interessant für Vegetarier.

Die schwefelhaltigen, ätherischen Öle im Bärlauch wirken sich positiv auf Verdauung, Atemwege, Leber, Galle, Darm und Magen aus. Zudem kann der Bärlauch gegen Bluthochdruck eingesetzt werden.

Aufpassen heißt es, wenn der Bärlauch selbst gesammelt wird. Vorsicht vor Verwechslung mit giftigen „Doppelgängern“ !

Bärlauch-Bowl

Die  Bärlauch-Bowl ist eine herrliche Mahlzeit im Frühling.
Die Bärlauch-Bowl ist ein herrlicher Eiweiß-Lieferant – und schmeckt herrlich „knofelig“ !

Zutaten:

Pro Person eine Handvoll Couscous und Ziegenkäse. 3 EL klein geschnittenen Lauch, 1 EL gehackte Walnüsse, 2 cl Leinöl, Salz, Pfeffer und Chilipulver zum Verfeinern.

Zubereitung:

Die frischen Blätter der Länge nach nudelig schneiden, der Breite nach klein hacken und beiseite legen. Der Couscous wird in einer Schüssel mit heißem Wasser übergossen, für 10 Minuten zum Ausquellen ebenfalls beiseite stellen. Ziegenkäse in mundgerechte Stücke schneiden.

Den Lauch mit etwas Olivenöl in der Pfanne anschwitzen, den Couscous dazugeben, mit Salz, Pfeffer und Chili würzen, durchrühren, zum Schluß den Ziegenkäse mit den Walnüssen dazugeben, nochmals durchrühren und vom Feuer nehmen. Dann den Bärlauch mit dem Leinöl darunterrühren – fertig ist die herrlich-knofelig-nussige Eiweißbowl !

Guten Appetit wünscht Eure „Leo Coach“

Mag. Waltraud Leobacher

Kommunikationswissenschafterin


Bibliographie

Kreiter, Hildegard: Kräuter und Heilpflanzen nach Sebastian Kneipp. Wien: Kneipp Verlag, 2015.

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%A4rlauch, 11.04.2019

Vorsicht vor Verwechslung mit giftigen „Doppelgängern“: https://www.ages.at/themen/lebensmittelsicherheit/pflanzliche-lebensmittel, /baerlauch/#, 11.04.2019

Barfuß im Schnee


Frisch gefallener Schnee ist herrlich – für das Auge, für die Ohren (er dämpft die Geräusche), für die Seele – und für die Füße. Schnee hilft gegen Kopfschmerz, Müdigkeit und wenig Energie.

Die Natur stellt uns stets das bereit, was wir gerade zum Leben brauchen. Wenn wir täglich nur eine Minute barfuß im Schnee marschieren, sorgen wir aktiv für unser starkes Immunsystem, für einen freien Kopf und liefern uns den Schub Energie, der gerade in der lichtarmen Zeit so wichtig ist.

Eine Minute Schneetreten ist nach Sebastian Kneipp ein Segen für unser

Schneetreten

nach Sebastian Kneipp

Gleich am Morgen, nachdem wir den Blick aus dem Fenster gewagt haben, oder auch vor dem Schlafengehen nehmen wir uns ein weiches Handtuch und dicke Socken, ziehen die Winterjacke über und treten vor das Haus: barfuß, auf der Suche nach Schnee. Eine Minute Schneetreten genügt bereits, um unser Immunsystem zu „pushen“. Nur nicht stehenbleiben – das brennt ! Das Schönste ist, schnell wieder ins Warme zu gehen – einfach erstaunlich, wie warm sich die Füße dann anfühlen. Abtrocknen, in dicke Socken schlüpfen – schon haben wir ein www-Gefühl. Winterlich-wohlig-wunderbar !

Zum GSUND sein und GSUND bleiben !


Eine www-Winterzeit 🙂 wünscht Euch

Eure Leo Coach

Mag. Waltraud Leobacher

Kommunikationswissenschafterin

Bewegungs- und Ernährungscoach

Kontraindikationen:  Achtung bei Harnwegsinfektionen, Blasen- oder Nierenerkrankungen sowie bei arteriellen Durchblutungsstörungen mit Schmerzen beim Gehen, sowie bei Menstruation. 

Bilder und Text: Mag. Waltraud Leobacher, 29.01.2019 . Weitere Quellen sind mit Link direkt im Text hinterlegt.

Bei „Hatschi“: eins auf die Rübe!

GuckIIIn meiner Gemüsekiste habe ich einen Schatz gefunden: die Chioggia-Rübe, eine italienische Verwandte der roten Rohne aus dem gleichnamigen Hafenstädtchen, auf gut österreichisch Rona. Eine wunderhübsche Verwandte, die ich sofort verkosten und verarbeiten musste…

1 Knolle Chioggia-Rübe   |   1 kleiner Brokkoli   |  2 Karotten   |  1 Gemüsezwiebel   |  Olivenöl  |   Rosmarin gerebelt   |  Salz, Pfeffer und Chili

Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten  2 Portionen


Pfanne
Gemüsepfanne mit Chioggia-Rübe

Backofen auf 200 ° C vorheizen. Gemüse in mundgerechte, nicht zu kleine Stücke schneiden und in eine Auflaufform für den Ofen legen. Mit Salz, Pfeffer und Rosmarin würzen und mit reichlich Olivenöl beträufeln. Zugedeckt für 30 Minuten in den Ofen, weitere 15-20 Minuten ohne Deckel weitergaren lassen. Bei Bedarf umrühren. Fertig ist das hinreißend köstliche vegane Gericht mit fein süßlich-nussiger Chioggia-Rüben-Note!

 

Herz

Ein Herz für dieses schöne Gemüse, das uns winterfit macht!

Mit Power in den Winter

Die roten Rohnen sind reich an Kalium und Folsäure.

Bereits 100 g in Bio-Qualität decken einen guten Teil des Tagesbedarfes ab. Während Kalium Nerven und Muskeln stärken, trägt die Folsäure zur Blutbildung bei, stärkt das Immunsystem und macht uns wach. Der hohe Vitamin B- und Eisengehalt sind zusätzlich interessant für uns Veggies 🙂 Das ist genau die richtige Kombination, um fit in die kalte Jahreszeit zu kommen !

Gekocht
Gegart verliert die Chioggia-Rohne zwar ihre Schönheit, gewinnt dafür erheblich an Geschmack: süß-nussig passt sie etwa perfekt zu einer Gemüse-Couscous-Pfanne.

Gegart schmeckt die Knolle übrigens wirklich köstlich, süßlich-nussig, wenn sie da auch nicht mehr so schön aussieht. Schöner ist sie als Rohkost, wo die tolle Knolle allerdings gerade später am Tag bei gewissen Stoffwechsel-Typen schwerer verdaulich sein kann.

Egal, wie wir sie zubereiten: die rote Bete ist ein gesundes Gemüse, das im Winter Müdigkeit vertreibt und uns vor ersten Erkältungen bewahren kann, weil sie das Immunsystem stärkt.

So kommen wir fit in den Winter, das wünscht Ihnen von Herzen

Ihre „LEO COACH“

Mag. Waltraud Leobacher

Kommunikationswissenschafterin & Bewegerin

 

Bilder: Mag. Waltraud Leobacher

Textquellen: https://www.morgentau.at/produkte/biochioggia-ruebe, https://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Bete

11.10.2018

Frei ernähren

Haben Sie auch ab und zu das Gefühl, Ihre Entscheidungsfreiheit abzugeben, sobald Sie einen Supermarkt betreten? Eigenmarken der großen Supermarktketten sind an der Tagesordnung, Individualität nimmt ab, die Konzerne verzeichnen Zuwächse, während das Nahrungsmittel immer weniger auch ein Lebens-Mittel ist.

Wir wollen aber zurück zu einer Eigenverantwortung, wenn es um unser Essen geht – denn das Lebensmittel steht ganz klar in unserer Lebens-Mitte. Es lohnt sich, genauer hinzuschauen: je mehr ein Produkt verarbeitet ist, desto geringer ist sein Nährwert.

 

 

 

 

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