Ab dem 02.06. ist das Studio wieder geöffnet

Bitte folgende Maßnahmen beim Betreten beachten:

  • Mundschutz beim Betreten des Studios
  • Hände im Eingang desinfizieren
  • Wenn möglich, schon in Trainingsbekleidung erscheinen
  • Handtuch mitbringen
  • Bitte Abstand halten
  • Nach dem Training Matte und Kleingeräte desinfizieren

Ich freue mich auf Euch alle ! GSUNDe Grüße – Eure Leo Coach

Auf einen wunderbaren Neuanfang im Freiraum-Studio Mattsee !
Bild: Birgit Probst Photographie(c)

Wohnzimmer-Workout täglich live

Täglich. Live. Im Wohnzimmer. Oder Schlafzimmer. Sogar im Bad !


Wohnzimmer-Workout:

  • Montag, Mittwoch + Freitag 10.00 – 10.50 Uhr
  • Mittwoch + Freitag 09.00 – 09.50 Uhr POWER-Workout
  • Montag – Donnerstag 19.00 – 19.50 Uhr

Was wird trainiert ?


Wie kann ich dabei sein ?

Einfach eine EMAIL senden an info@gsundhaus.net, und das Wunsch-Datum dazuschreiben. Der Zugang zu den täglichen Live-Session ist ausschließlich mit persönlicher Einladung möglich.

#gemeinsam gsund

Nach Hause kommen – zuhause trainieren.

Wir freuen uns darauf, mit Euch zu trainieren. Werdet ein Teil der Wohnzimmer Workout – Gemeinschaft !

Mag. Waltraud „Leo Coach“ Leobacher

Trainerin & Coach

Bilder: Birgit Probst Photografie (c)

Detox von der Stange

Stangensellerie – ein Booster für unser starkes Immunsystem und gsunde Schönheit.

Fastenzeit ist Smoothie-Zeit !

Der Stangensellerie ist das Star-Gemüse für ein starkes Immunsystems, zum Abnehmen und GSUND sein

Die Fastenzeit ist ideal, um Verzicht zu üben. Gleichzeitig ist diese Zeit eine ideale, um sich auf den schönen Frühling vorzubereiten – geistig, seelisch und natürlich auch körperlich.

Für Menschen mit wenig Zeit und viel Lust auf Gesundes ist eine Stangensellerie-Smoothie-Kur sehr empfehlenswert. Zugegeben, sich an den Geschmack dieses Gemüses zu gewöhnen kann etwas dauern. Anfangs noch mit Gurke mischen hilft, sich an den bitteren Geschmack zu gewöhnen. Pur wirkt das Stangengemüse dann am besten! Leider sind in der industriell verarbeiteten Nahrung die Bitterstoffe immer mehr zurückgedrängt worden. Diese sind aber wichtig für unser Immunsystem – und damit punktet dieses Gemüse; es normalisiert unser Immunsystem und spült alte, abgestorbene Zellen aus dem Körper heraus.

Die Top-Drei des Stangenselleries:

Lieferant von Vitamin A, B, C und E

Viele Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium und Kalium

Panthotensäure

Die zahlreichen Heilstoffe wirken vielfältig in unserem Körper

Die 6 Top-Wirkungen des Stangenselleries:

  • Senkt den Blutdruck durch die Pflanzensubstanzen Phthalide und Nitrat-Salze, die die Innenwände der Blutgefäße entspannen
  • Entgiftet, indem er Leber, Niere und Blase durchspült durch das Weitstellen der Gefäße im Lymphsystem
  • Fördert die gesunde Darmflora und schützt den Magen durch die Gerbstoffe und faserigen Ballaststoffe
  • Aktiviert unser Gehirn und beugt so Demenz und Depressionen vor: das Flavonoid Apigenin ist nicht nur krebshemmend, sondern fördert die Fähigkeit des Gehirns, neue Verbindungen zwischen den Nervenzellen zu knüpfen
  • Senkt Cholesterin- und Blutzucker-Spiegel – die faserigen Ballaststoffe verzögern die Aufnahme von Zucker ins Blut
  • Wirkt antioxidativ, antientzündlich und kräftigend für das Herz-Kreislauf-System durch den sekundären Pflanzenstoff Phtalid und die Polysaccharide
Pret-à-céleri:-) ! Das grüne Stangengemüse ist tatsächlich ein Jungbrunnen.

Der Selleriesaft ist ein echter Jungbrunnen !

Bei einer Saftkur kann das Hautbild verbessert werden, wir verstärken zudem die Haardichte und fördern das gesunde Nägelwachstum.

Ein besonders erwähnenswerter Heilstoff ist der gelbe Pflanzenfarbstoff Apigenin. Dieser ist von Prof. Salman Hyder und seinem Team von der University of Missouri gut erforscht und wird erfolgreich eingesetzt in der Krebstherapie, denn Apigenin kann Tumore schrumpfen lassen.


Frischer Stangensellerie ist hellgelb-grün, ideal ist ein mittelgroßer, da dieser nicht so stark fasert. Frische Selleriestangen brechen leicht. Nicht länger als eine Woche zuhause lagern!

Sellerie-Saft zubereiten

Die Blätter werden nicht mitgepresst – man kann sie klein hacken, trocknen und damit wohldosiert Speisen würzen – für den bittersüßen Geschmack ! Das in der Saftpresse verbliebene Selleriepüree können wir verarbeiten zu einem Gemüsebratling, gemeinsam mit Kartoffeln, Ei, und Karotten zum Beispiel. Dazu ein frischer Salat mit Tomaten – fertig ist das gesunde Menü.

Den Tag mit einem Sellerisaft gesund und munter zu beginnen, um jugendlich-beweglich, geistig fit und vital zu sein und dem Tag strahlend entgegen zu sehen ist doch eine feine Art, in den Frühling zu gehen,

viel Spaß und Genuß wünscht Euch Eure „Leo Coach“

Mag. Waltraud Leobacher

Kommunikationswissenschafterin, Trainerin & Coach


Für Text und Bilder verantwortlich: Mag. Waltraud Leobacher


Bibliographie

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/sellerie.html, 05.03.2020

https://www.gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/gemuese/staudensellerie, 05.03.2020

Meditation

Ziel der Meditation ist es, in unserem Sein anzukommen und es zu spüren

Die sympathische Mattseerin Nicole Schuchter bringt Achtsamkeit in den Freiraum: mit viel Herz und Humor führt sie uns an der Hand, um den Weg zu unseren Herzen zu beschreiten

Die Meditation ist ein Nachhause-Kommen, ein liebevolles Zu-Sich-Finden. Wir beobachten uns selbst, und dabei werden uns die Muster des Alltages immer bewusster. Wenn wir unbewusst alle Vorgänge bewerten – oftmals negativ -, lernen wir beim Meditieren, nicht mehr zu werten und Situation einfach anzunehmen. Das macht ruhig, bewusst und zufrieden.

Wir lernen, das Hier und Jetzt immer deutlicher wahrzunehmen und die Gedanken an Vergangenes oder Zukünftiges einfach vorbeiziehen zu lassen. Und unser Herz wird sich nach und nach öffnen.

Meditation setzt die Entspannung von Körper und Verstand voraus. Übungen, diese zu erreichen, gibt es viele. An den fünf Abenden lernen und praktizieren wir (in der Gruppe, aber jeder auch für sich) je eine von Osho entwickelten Meditationstechniken, begleitet mit Atem-Empfehlungen und Musik.

Was wir brauchen

  • Wohlfühl-Socken und lockere, bequeme Kleidung
  • Eine Decke zum Zudecken in den Liegephasen
  • Ein Sitzkissen oder Sitzbänkchen (wer keines hat, einfach im Vorfeld Bescheid geben)

Offene Meditations-Reihe: Termine und Inhalte

  • DO, 12. März 2020, 19 Uhr: Info-Abend mit einer kurzen Meditation / Bodyscan im Sitzen – freier Eintritt, freiwillige Spende
  • MI, 25. März 2020, 19 Uhr: Kundalini
  • MI, 15. April 2020, 19 Uhr: Nataraj
  • MI, 6. Mai 2020, 19 Uhr: 7-Stufen-Atmung
  • MI, 3. Juni 2020, 19 Uhr: Mandala
  • MI, 8. Juli, 19 Uhr: Nadabahma

Preis

EUR 15,00 pro Abend, einzeln buchbar

GSUND CLUB-Mitglieder: EUR 7,00

10er-Block: 1 Punkt

Anmeldung


Text und Bild: Nicole Schuchter

Bildbearbeitung und Layout: Waltraud Leobacher

Über die Freude, einen Menschen loszulassen

Selbstheilung funktioniert ohne unser Zutun – und mit noch besser

Regelmäßiges Training ist das offene Geheimnis des Erfolges.

Neulich mußte ich eine Kundin loslassen

Zu mir kommen Kunden, die das ganze Jahr regelmäßig trainieren. Manche beginnen ihr Training erstmals nach schweren Operationen, Krankheiten, einfach, um fit zu sein, oder bei Erschöpfungs-Zuständen. Die meisten bleiben jahrelang, und ich freue mich wirklich über jeden Besuch von meinen Kunden. Es ist eben ein Training in angenehmer, familiärer Atmosphäre.

Vor etwa drei Jahren also kam die oben erwähnte Kundin mit wenig Energie zu mir, erschöpft, leicht übergewichtig und unbeweglich. Binnen Monaten richtete sie sich bei mir auf, formte ihren Körper und erreichte somit auch ein positives mindset. Es war mir eine Freude, sie dabei zu begleiten, sie so wachsen zu sehen.

Ich wünschte ihr Glück und war im ersten Moment traurig, dass sie weg gehen würde. Dann dachte ich nach und erkannte, wie glücklich wir beide uns schätzen dürfen. Die Kundin, weil sie sich weiter entwickelt hat. Und ich, weil ich sie auf diesem Weg begleiten habe dürfen. Ja, und wenn man genau hinschaut, hat noch ein Dritter Glück: derjenige, der jetzt zu mir kommen darf, um fit zu werden.  

Der Körper bringt seine Systeme selbst in Harmonie: das ist die Homöstase.

Der perfekte Zeitpunkt zum Loslassen

Der wissenschaftliche Hintergrund dieser Entwicklung heißt Homöostase. Wir sprechen landläufig auch über die Selbstheilung des Körpers. Homöostase bedeutet, dass alle Systeme des Körpers – wie Organe, Muskeln, Faszien –sich selbst so gut wie möglich in Balance halten. Wenn wir selber nun immer wieder neue Trainingsreize setzen, geraten wir kurzfristig aus der Balance. Das System des Körpers beginnt nun verstärkt mit der Selbstheilung, und tut dies so effektiv, dass wir einen neuen Zustand erreichen: die Superkompensation. Dieser Effekt bedeutet, wir sind nach einer gewissen Belastung, die über einen Reiz hinaus geht und der anschließenden Erholungsphase für eine gewisse Zeit leistungsfähiger. Wenn wir nun den richtigen Zeitpunkt erwischen, um einen neuen Reiz zu setzen, passt sich das angesprochene System des Körpers immer wieder an und wird zunehmend leistungsfähiger, stabiler, beweglicher,… abhängig davon, welches Ziel wir anstreben.

Ein praktisches Beispiel der Superkompensation ist, bei regelmäßiger Gymnastik den Körper so in Balance zu bringen, um eines Tages den Kopfstand locker zu schaffen: alle Gelenke stehen ausbalanciert übereinander, der Geist ist entspannt und die Übung erfordert ein Minimum an Muskelkraft.

Mag. Waltraud Leobacher

Umgekehrt gilt dieser Effekt ebenso. Je weniger wir den Körper „reizen“, desto weniger kann er leisten. Und wenn wir den Reiz übertreiben, wird das System überfordert und die Superkompensation bleibt gänzlich aus.

Und daher ist die regelmäßige Beschäftigung mit einem Thema auch so wichtig: bewusst gezielte Reize zu setzen, um unser System sozusagen „hochzuschaukeln“ und uns aufzurichten, Energie zu tanken und die beste Version von uns zu werden, die wir sein können. Der Fokus ist wesentlich.

Das ist meine Jahresarbeit. Nun hat diese Arbeit auch einmal ein Ende – wenn ein Mensch entscheidet, bereit zu sein für neue, intensivere und andere Reize. So wie meine Kundin. Dann haben wir beide alles richtig gemacht und gehen gesund und munter weiter unseren Weg.

Machen wir uns also jeder auf seine Art, und auch gemeinsam, auf den Weg in ein vielversprechendes 2020 in Balance – darauf freut sich Ihre

Mag. Waltraud Leobacher

Kommunikationswissenschafterin

Trainerin & Coach


Bibliographie

Superkompensation:

Badtke, G. (1995). Einführung. In G. Badtke (Hrsg.). Lehrbuch der Sportmedizin (3. Aufl.). (S. XXI-XXIII). Hüthig: J. A. Barth.

Hohmann, A., Lames, M. & Letzelter, M. (2003). Einführung in die Trainingswissenschaft (3. Aufl.). Wiebelsheim: Limpert.

Jakowlew, N.N. (1977). Sportbiochemie. Leipzig: Barth

Homöostase:

https://www.wissen.de/was-ist-homoeostase, 16.01.2020

https://de.wikipedia.org/wiki/Homöostase, 16.01.2020

Reizstufenregel:

https://de.wikipedia.org/wiki/Reizstufenregel, 16.01.2020

Gesundheit im Glas

Gesundheit im Glas. Mit selbstgemachten Vitaminen !

Der Herbst schenkt uns viele Früchte. Mit einer simplen und genialen Technik können wir diese haltbar machen und nicht nur die gesunden Inhaltsstoffe erhalten, sondern ganz nebenbei auch noch neue Vitamine zaubern!

Der Herbst mit seiner Qualität des Rückzugs bringt zum Nachdenken. Was können wir selber tun, um uns selber gesund zu erhalten, was, um die Umwelt vor schädlichen Einflüssen zu schützen, die wir selber durch unser Einkaufsverhalten auslösen ? Und wie können wir all das tun und nebenbei noch unseren Alltag spielend schaffen ?

Es gibt eine uralte Methode, die schon vor tausenden von Jahren die Ägypter verwendet haben, um sich gesund zu halten und Gemüse haltbar zu machen. Lange also noch vor der globalen Erwärmung. Es handelt sich dabei um ein und dieselbe Methode. Eine Methode, die nebenbei auch noch durch die Kraft der physikalischen Vorgänge in der Natur neue Vitamine hervorbringt.

Eine Methode – zwei Wirkungsweisen

Diese Methode heißt Fermentation. Es ist das Einlegen von Früchten unter Ausschluss von Luft. Das startet einen Gärungsprozess. Das Geheimnis dabei liegt in den Milchsäurebakterien. Dabei ist Milch gar nicht im Spiel. Diese Bakterien sind nur nach ihrer Entdeckung benannt – da sie das erste Mal in der Milch entdeckt worden sind. Die Milchsäurebakterien finden wir auch in unserer Darmflora. Sie verwandeln Zucker in Milchsäure. Also ist eingelegtes Gemüse auch für Menschen mit Unverträglichkeit gegen Laktose oder Milcheiweiß geeignet.

Am besten geeignet zum Einlegen sind feste Gemüsesorten wie Kürbis, Paprika, Pfefferoni, Karfiol, Pastinaken, Rote Rüben, Brokkoli, Karotten…

Gemüse einlegen

Was ist denn nun das Zauberhafte an dieser Methode, und wie geht das ?

Wenn Gemüse eingelegt wird, entstehen Probiotika. Das sind Mikroorganismen, die unsere Verdauung unterstützen und unser Immunsystem stärken – genau das Richtige als Vorbereitung auf den Winter. Bei der Fermentation entstehen sogar neue Vitamine: Vitamin C und B-Vitamine. Herrlich – wir brauchen uns gar keine Südfrüchte aus weit entfernten Regionen ins Haus holen, sondern schaffen spielend leicht selber Vitamine mit unseren eigenen, heimischen Gemüsesorten !

ZUTATEN FÜR WINTERGEMÜSE

Feste Gemüsesorten wie Kraut, Kürbis, Knoblauch, Kräuter; Gurken, Zucchini, Paprika, Pfefferoni, Knoblauch; Rote Rüben, Pastinaken, Karfiol, Brokkoli, Zwiebeln

Wasser

Salz

Spangengläser mit Deckel

ZUBEREITUNG

  • Spangenglas säubern
  • Gemüse waschen, putzen, in mundgerechte Stücke schneiden
  • Die Gemüsestücke in das Glas schichten und andrücken, nicht ganz anfüllen
  • Salzlake zubereiten: pro Liter Wasser 1-2 TL Salz
  • Gemüsestücke mit der Salzlacke bedecken
  • kleine Schale, Teller oder Brettchen zum Beschweren in das Glas legen, damit die Luft entweichen kann
  • mit einem Tuch abdecken
  • in einen mind. 20, max. 30 Grad warmen Raum stellen
  • 4-10 Tage warten (je mehr Salz, desto länger dauert die Gärung)
  • Wenn sich keine Bläschen mehr bilden, die Teile zum Beschweren wegnehmen, Glas schließen und an einem dunklen, kühlen Ort lagern
Gemüse einwintern ist ganz leicht: feste Gemüsesorten mundgerecht schneiden und in ein Spangenglas einlegen.
Gemüse waschen, putzen und in mundgerechte Teile schneiden. Dann in ein Spangenglas schichten und andrücken.
Die Gemüsestücke mit Salzlake bedecken. Darauf achten, bis zum Glasrand noch Platz zu lassen für den Gärungsprozess.
Zum Schluss noch eine Schale oder ein Brettchen auf das Gemüse legen und einen Stein zum Beschweren, damit die Luft während des Gärungsvorganges nach oben entweichen kann.

VORTEILE UND WIRKUNG

  • verdauungsschonend
  • Vitamin C + B-Vitamine entstehen wie von selbst
  • klimafreundlich + regional
  • Vielfalt am Menüplan
  • kein Strom notwendig
  • und spart Geld
Nach 14 Tagen ist mein Gemüse fertig und genießbar. Ab an einen kühlen und dunklen Ort….
… aber erst einmal kosten ! Mmmh – Mahlzeit mit heimischem superfood !

Viel Spaß beim Herstellen und Entdecken von neuen Gemüsekreationen wünscht

Mag. Waltraud Leobacher

Kommunikationswissenschafterin und Bewegungscoach

Bild und Text: Mag. Waltraud Leobacher, 30.10.2019

BIBLIOGRAPHIE

Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Fermentation, 30.10.2019

https://de.wikipedia.org/wiki/Probiotikum, 30.10.2019

Gesundheitsbote – FNL, Freunde naturgemäßer Lebensweise, Heft 5 / Jahrgang 38, 2019, Seite 15-20.

Dynamisches Duo Muskel & Faszie

Das myofasziale System: Muskeln und Faszien, die eine funktionelle Einheit bilden.

Sind die Faszien trainierbar ? Diese Frage beschäftigt und erhitzt die Gemüter quer durch Bewegungs-, Manualtherapie- und Faszienforschungs-kreise hinweg seit Jahren – seitdem die Faszienforschung 2007 im ersten Fasziensymposium weltweit in Boston gezeigt hat, was die Faszie ist und was sie kann. Es handelt sich bei der Faszie um ein dreidimensionales Spinnennetz, das sich durch den ganzen Körper durchzieht, Muskulatur an Knochen anbindet, Körperteile miteinander verspannt, Muskeln und Organe einpackt und schützt.

https://www.arte.tv/de/videos/078162-002-A/xenius-faszien/

Bevor wir die eingangs gestellte Frage beantworten, sehen wir uns erst einmal das myofasziale System an. Myo bedeutet Muskel, und gemeinsam mit dem Bindegewebe, den Faszien, bilden diese eine funktionelle Einheit im Körper. Faszien umhüllen jede Muskelfaser, jedes Muskelfaserbündel, und formen die Muskulatur. Faszien sind also von der Muskulatur in der Bewegung nicht zu trennen. Das geht soweit, dass bei Bewegungsmangel, beispielsweise nach einer Operation, nach welcher der Körper lange ruhig gestellt ist, das Gewebe um die Muskulatur verfilzen kann. Das kann zur Folge haben, dass sich der Muskel unter der Bindegewebsschicht nicht mehr bewegen kann, dass sogar Nerven durch diese Verfilzungen eingeklemmt werden können. Die Folge ist Schmerz.

Wenn die Muskulatur untrennbar mit der Faszie verbunden ist – kann man die Faszie dann überhaupt spezifisch trainieren ?

Treten wir nun den Beweis an und beginnen wir, auf einer Hartschaumrolle Körperteile zu rollen. Neueste Geräte machen die Dicke der Faszien messbar. Es kann dadurch praktisch festgestellt werden, dass die Faszie durch das Rollen auf der Hartschaumrolle fester wird. Doch warum wird die Faszie fester ? Ob das Rollen das Bindegewebe tatsächlich fester macht, so wie die Messergebnisse zeigen, oder ob die gerollte Muskulatur als Schutzreaktion einfach fester wird, gilt es noch wissenschaftlich zu belegen. Praktisch kann das Rollen tatsächlich Verspannungen lösen, den Muskel aufwärmen und sogar Muskelkater lindern.

Hüpfen, wie Seilspringen und Hopserlauf, federnde Bewegungen wie Schwunggymnastik und spezifisches Fasziendehnen verbessern nachweislich die Zugkraft und machen den Körper verletzungsresistenter und zugleich beweglicher. Dazu gibt es bereits zahlreiche Studien.

Fest steht, dass spezifische Dehnungen einen mechanischen Übertragungs-effekt im Körper auslösen – und zwar sogar zwischen Kopffaszie und Achillessehne. Denn im Grunde ist dieses 3 D – Körpernetz eine große, von Kopf bis Fuß alles verbindende Faszie, die unseren Körper bewässert, die Gelenke nährt, die Organe verpackt, die Muskulatur einhüllt und formt und so den Körper aufrichtet, geschmeidig und beweglich hält.

Es erscheint logisch, dass die Faszien ohne Muskeln nicht allein bewegt werden können, da diese ja untrennbar miteinander verbunden sind. Doch mittels spezifischer Bewegungen, die auf die Faszie abzielen, können wir die Sprungkraft und Resistenz der Faszien erhöhen, können Verklebungen lindern und lösen und die Muskulatur auf ein Training vorbereiten. Auf diese Weise ist das Team Muskel & Faszie tatsächlich ein dynamisches Duo und kann als solches ganz individuell trainiert werden.

Mag. Waltraud Leobacher

Kommunikationswissenschafterin, Bewegungscoach & Bloggerin „Fascianista“

Inhaberin des Pilates-Studios GSUNDHAUS

Mattsee, 12.09.2019


Bibliographie: Xenius: Faszien. Bindegewebe auf dem Prüfstand. Halbstündiger Film auf arte.tv verfügbar vom 20/08/2019 bis 18/11/2019.

https://www.arte.tv/de/videos/078162-002-A/xenius-faszien/

Aloha Aloe !

Aloe Vera ist eine Tausende Jahre alte Heilpflanze, die die alten Ägypter bereits zu Salben verarbeitet hatten.
Ob man das reine Gel aus dem Inneren der Pflanze verwendet zur sicheren, milden äußerliche Anwendung oder die ganzen Wirkstoffe in Öl auslässt, hängt vom persönlichen Bedarf und der Beschaffenheit der Haut ab. Wer das erste Mal mit Aloe Vera experimentiert, dem empfehle ich die sichere Methode, die im Rezept unten beschrieben ist.

Die starke Heilpflanze Aloe Vera ist tausende von Jahren alt. Bereits die alten Ägypter haben vor über 5000 Jahren, später die alten Griechen Salben daraus gefertigt.

Wild wächst Aloe Vera auch im Mittelmeerraum. Nach den alten Ägyptern haben erst einmal die Griechen davon Kenntnis erlangt, und dann erst hat die Pflanze den Weg nach Asien gefunden.

Aloe Vera heilt Wunden, wirkt heilsam besonders bei Hauterkrankungen, Magen-Darm-Beschwerden, Gelenkschmerzen, Zahnfleischentzündung und bei Sonnenbrand.

Im Blattinneren befindet sich das Gel, das man in Wasser auflösen kann. Aus den äußeren Blatteilen kann man die Anthrachinonglykoside Aloin A und B gewinnen, die nicht oral eingenommen werden sollen, da sie abführend und bei längerer Gabe vergiftend wirken können.

ALOE VERA-SALBE SELBER MACHEN

Bei der Herstellung unserer eigenen Heilsalbe achten wir auch auf die Regionalität. Wir sollten zudem die Quelle aller Inhaltsstoffe der herzustellenden Salbe kennen. Aloe Vera-Produkte gibt es unzählige, die beste Wirkung zeigen jedoch Produkte, die möglichst nahe bei uns wachsen und möglichst wenig verarbeitet sind. Es lohnt sich, beim Kauf in einem Gartengeschäft den biologischen Anbau zu prüfen.

Und so wird sie gemacht:

Um an das Aloe-Gel zu kommen, schält man die Pflanze und löst das weiße Gel in Wasser heraus.

ZUTATEN FÜR DIE ALOE VERA-HEILSALBE

20 ml Wasser

1 EL Magnesiumflocken (nach Bedarf)

20 g reines Gel aus dem Inneren der Pflanze

5 g Bienenwachs

HERSTELLUNG

In einem Email-Topf das Magnesium mit Wasser anrühren und das Aloe-Gel dazugeben. Bei niedrigster Hitze (1 bis maximal 2) einige Minuten mit einem Glasstab durchrühren, bis sich das Gel mit dem Wasser verbunden hat. Das Bienenwachs ebenfalls mit einem Glasstab einrühren, bis sich das Wachs aufgelöst hat. Die Salbe in eine verschließbare Glasdose umfüllen. Die Salbe auskühlen lassen und an einem kühlen und dunklen Ort aufbewahren. Die Salbe ist nur kurze Zeit haltbar, sie ist innerhalb von 14 Tagen aufzubrauchen. Das Magnesium kann man je nach Bedarf auch weglassen.

WIRKUNG

  • kühlend
  • durchblutungsanregend
  • feuchtigkeitsspendend
  • entzündungshemmend
  • antibakteriell
  • antiviral

Was ist an Wirkstoffen in dieser Pflanze enthalten?

Rund 200 unterschiedliche Inhaltsstoffe aus der Aloe Vera Pflanze sind mittlerweile bekannt und nachgewiesen. Darunter befinden sich in Vitamin A, B1, B2, B3, B6, B12, Folsäure, Vitamin C und E.

Zudem finden sich in der Aloe Vera Mineralstoffe und Spurenelemente wie Chrom, Eisen, Kalium, Kalzium, Kupfer, Magnesium, Mangan, Natrium und Zink. Auch sieben der acht essentiellen Aminosäuren sind in der Pflanze. Enzyme in der Aloe-Pflanze unterstützen den Stoffwechsel.  

All diese Wirkstoffe finden wir in sehr kleinen Mengen, denn die Pflanze besteht hauptsächlich aus Wasser.

KONTRAINDIKATIONEN

Wissenschaftlich bestätigt konnten die obigen Wirkungen bislang nur im Bereich der Stoffwechselbeschleunigung und Aknebehandlung werden. Das Gel kann Juckreiz und Brennen auf der Haut auslösen, also Achtung bei sensibler Haut und Allergien.

Vorsicht ist geboten bei dem Wirkstoff Aloin, das sich in der Schale befindet. Dieses kann Verdauungsprobleme sogar noch verschlimmern und wird daher als Arznei kaum noch eingesetzt. Eine Ausnahme sind „schmerzhafte() Einrisse() im Bereich des Darmausgangs, Hämorrhoiden und nach Operationen im Enddarmbereich, (hier) kann eine Anwendung des Aloe-Harzes nach Absprache mit dem Arzt jedoch sinnvoll sein. Die empfohlene Dosis liegt hier zwischen 20 und 30 mg Aloin pro Tag“.*

Meinen Teil einer Aloe-Pflanze habe ich von einem griechischen Bauern bekommen, von welchem ich auch Olivenöl beziehe. Deswegen habe ich gleich die ganze Pflanze in diesem Öl zubereitet. Empfehlenswert besonders für Anfänger ist allerdings die sichere und sanftere Zubereitung, das Innere in Wasser aufzulösen- siehe Rezept.

Deswegen lasse ich für meinen Bedarf die Wirkstoffe in Olivenöl aus – ich verwende also alle Anteile der Pflanze, auch das Aloin, die Wirkung ist in Öl ausgelassen deutlich milder. Ich persönlich verwende meine Aloe Vera-Salbe für den ganzen Körper und nur äußerlich – also transdermal.

Die Gesetzgebung im Kosmetikbereich ist sehr streng. Es empfiehlt sich auch für den privaten Bedarf, bei der Herstellung eigener Naturkosmetik sehr sauber zu arbeiten und am besten Emailtöpfe zu verwenden. Um zu wissen, was wir gut vertragen, ist es das Beste, unseren eigenen Körper immer besser kennenzulernen und so bei der Erstellung eigener Kosmetik genau zu wissen, was für uns gut und richtig ist – weil es sich auch genau so anfühlt.

Viel Spaß beim Herstellen und Entdecken dieser Salbe wünscht

Mag. Waltraud Leobacher

Kommunikationswissenschafterin und Bewegungscoach

Bild und Text: Mag. Waltraud Leobacher, 27.05.2019

BIBLIOGRAPHIE

https://www.natur-kompendium.com/aloe-vera/, 27.05.2019

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/inhalt-04-2004/pharm1-04-2004/, 27.05.2019

* https://www.zentrum-der-gesundheit.de/aloe-vera-ia.html, 27.05.2019

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