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Aloha Aloe !

Ob man das reine Gel aus dem Inneren der Pflanze verwendet zur sicheren, milden äußerliche Anwendung oder die ganzen Wirkstoffe in Öl auslässt, hängt vom persönlichen Bedarf und der Beschaffenheit der Haut ab. Wer das erste Mal mit Aloe Vera experimentiert, dem empfehle ich die sichere Methode, die im Rezept unten beschrieben ist.

Die starke Heilpflanze Aloe Vera ist tausende von Jahren alt. Bereits die alten Ägypter haben vor über 5000 Jahren, später die alten Griechen Salben daraus gefertigt.

Wild wächst Aloe Vera auch im Mittelmeerraum. Nach den alten Ägyptern haben erst einmal die Griechen davon Kenntnis erlangt, und dann erst hat die Pflanze den Weg nach Asien gefunden.

Aloe Vera heilt Wunden, wirkt heilsam besonders bei Hauterkrankungen, Magen-Darm-Beschwerden, Gelenkschmerzen, Zahnfleischentzündung und bei Sonnenbrand.

Im Blattinneren befindet sich das Gel, das man in Wasser auflösen kann. Aus den äußeren Blatteilen kann man die Anthrachinonglykoside Aloin A und B gewinnen, die nicht oral eingenommen werden sollen, da sie abführend und bei längerer Gabe vergiftend wirken können.

Aloe Vera-Salbe selber machen

Bei der Herstellung unserer eigenen Heilsalbe achten wir auch auf die Regionalität. Wir sollten zudem die Quelle aller Inhaltsstoffe der herzustellenden Salbe kennen. Aloe Vera-Produkte gibt es unzählige, die beste Wirkung zeigen jedoch Produkte, die möglichst nahe bei uns wachsen und möglichst wenig verarbeitet sind. Es lohnt sich, beim Kauf in einem Gartengeschäft den biologischen Anbau zu prüfen.

Und so wird sie gemacht:

Um an das Aloe-Gel zu kommen, schält man die Pflanze und löst das weiße Gel in Wasser heraus

ZUTATEN FÜR DIE ALOE VERA-HEILSALBE

20 ml Wasser

1 EL Magnesiumflocken (nach Bedarf)

20 g reines Gel aus dem Inneren der Pflanze

5 g Bienenwachs

HERSTELLUNG

In einem Email-Topf das Magnesium mit Wasser anrühren und das Aloe-Gel dazugeben. Bei niedrigster Hitze (1 bis maximal 2) einige Minuten mit einem Glasstab durchrühren, bis sich das Gel mit dem Wasser verbunden hat. Das Bienenwachs ebenfalls mit einem Glasstab einrühren, bis sich das Wachs aufgelöst hat. Die Salbe in eine verschließbare Glasdose umfüllen. Die Salbe auskühlen lassen und an einem kühlen und dunklen Ort aufbewahren. Die Salbe ist nur kurze Zeit haltbar, sie ist innerhalb von 14 Tagen aufzubrauchen. Das Magnesium kann man je nach Bedarf auch weglassen.

WIRKUNG

  • kühlend
  • durchblutungsanregend
  • feuchtigkeitsspendend
  • entzündungshemmend
  • antibakteriell
  • antiviral

WIRKSTOFFE

Rund 200 unterschiedliche Inhaltsstoffe aus der Aloe Vera Pflanze sind mittlerweile bekannt und nachgewiesen. Darunter befinden sich in Vitamin A, B1, B2, B3, B6, B12, Folsäure, Vitamin C und E.

Zudem finden sich in der Aloe Vera Mineralstoffe und Spurenelemente wie Chrom, Eisen, Kalium, Kalzium, Kupfer, Magnesium, Mangan, Natrium und Zink. Auch sieben der acht essentiellen Aminosäuren sind in der Pflanze. Enzyme in der Aloe-Pflanze unterstützen den Stoffwechsel.  

All diese Wirkstoffe finden wir in sehr kleinen Mengen, denn die Pflanze besteht hauptsächlich aus Wasser.

KONTRAINDIKATIONEN

Wissenschaftlich bestätigt konnten die obigen Wirkungen bislang nur im Bereich der Stoffwechselbeschleunigung und Aknebehandlung werden. Das Gel kann Juckreiz und Brennen auf der Haut auslösen, also Achtung bei sensibler Haut und Allergien.

Vorsicht ist geboten bei dem Wirkstoff Aloin, das sich in der Schale befindet. Dieses kann Verdauungsprobleme sogar noch verschlimmern und wird daher als Arznei kaum noch eingesetzt. Eine Ausnahme sind „schmerzhafte() Einrisse() im Bereich des Darmausgangs, Hämorrhoiden und nach Operationen im Enddarmbereich, (hier) kann eine Anwendung des Aloe-Harzes nach Absprache mit dem Arzt jedoch sinnvoll sein. Die empfohlene Dosis liegt hier zwischen 20 und 30 mg Aloin pro Tag“.*

Meinen Teil einer Aloe-Pflanze habe ich von einem griechischen Bauern bekommen, von welchem ich auch Olivenöl beziehe. Deswegen habe ich gleich die ganze Pflanze in diesem Öl zubereitet. Empfehlenswert besonders für Anfänger ist allerdings die sichere und sanftere Zubereitung, das Innere in Wasser aufzulösen- siehe Rezept.

Deswegen lasse ich für meinen Bedarf die Wirkstoffe in Olivenöl aus – ich verwende also alle Anteile der Pflanze, auch das Aloin, die Wirkung ist in Öl ausgelassen deutlich milder. Ich persönlich verwende meine Aloe Vera-Salbe für den ganzen Körper und nur äußerlich – also transdermal.

Die Gesetzgebung im Kosmetikbereich ist sehr streng. Es empfiehlt sich auch für den privaten Bedarf, bei der Herstellung eigener Naturkosmetik sehr sauber zu arbeiten und am besten Emailtöpfe zu verwenden. Um zu wissen, was wir gut vertragen, ist es das Beste, unseren eigenen Körper immer besser kennenzulernen und so bei der Erstellung eigener Kosmetik genau zu wissen, was für uns gut und richtig ist – weil es sich auch genau so anfühlt.

Viel Spaß beim Herstellen und Entdecken dieser Salbe wünscht

Mag. Waltraud Leobacher

Kommunikationswissenschafterin und Bewegungscoach

Bild und Text: Mag. Waltraud Leobacher, 27.05.2019

BIBLIOGRAPHIE

https://www.natur-kompendium.com/aloe-vera/, 27.05.2019

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/inhalt-04-2004/pharm1-04-2004/, 27.05.2019

* https://www.zentrum-der-gesundheit.de/aloe-vera-ia.html, 27.05.2019


Der innere Schweinehund – unser bester Freund?!










Vom inneren Schweinehund sprechen wir, wenn wir uns nicht überwinden können, etwas zu tun. Um zu verstehen, warum das so ist, lohnt sich ein Blick in unser Gehirn.

Wir alle kennen das: Neujahrsvorsätze, die sich noch vor der Schneeschmelze in Luft auflösen. Woran es liegt, dass wir so häufig daran scheitern, unsere Ziele überhaupt zu verfolgen, geschweige denn, sie zu erreichen, kann uns die Gehirnforschung beantworten.

Einerseits spielt es eine große Rolle, wie wir die Ziele formulieren, und andererseits muss diese Formulierung auch zu unserer Persönlichkeit passen, denn ansonsten verweigert ein Teil des Gehirns einfach die Arbeit.

Wenn wir eine Zielformulierung nur mit unserem Verstand vornehmen und das Unbewusste nicht einbeziehen, meldet sich prompt unser Schweinehund, der ebendort sitzt und seine ganz eigenen Ziele für uns bereit hält.

Dabei meint dieser es durchaus gut mit uns. Der Schweinehund steht für unsere Ängste, unsere Vorahnungen, für das unbestimmte Gefühl, was wohl passieren würde, wenn wir so ein Verstandesziel tatsächlich erreichten.

Nehmen wir uns also nur mit unserem Verstand vor, eine Beförderung zu erreichen, und schaffen dann den Weg vom Arbeitsplatz zum Chefbüro einfach nicht, dann könnte es ja sein, dass uns der Schweinehund andauernd zuflüstert: willst Du wirklich künftig noch mehr arbeiten? Oder willst Du doch lieber weiterhin Zeit für Deine Liebsten haben? Und Zeit zum Spielen und für Auslauf, ja die braucht der Schweinehund!

Natürlich können wir auch nur mit dem Verstand gesteckte Ziele erreichen, ohne das Unbewusste mit einzubeziehen. Ein dauerhafter Erfolg aus einem rein verstandesmäßig gefassten Entschluss kann allerdings anstrengend für uns werden. Warum?

Weil auf diese Weise unsere Emotionen, Einstellungen und Werte nicht einbezogen sind – und wir erst mit diesen inneren Ressourcen das Wichtigste schaffen können, um ein erfülltes Leben zu führen: inneren, dauerhaften Antrieb. Diese ganz natürliche innere Motivation ist die Kraft, die uns scheinbar ganz leicht unseren wirklichen Zielen zuführt. Zielen, die auch der Schweinehund gut findet – besonders, wenn noch Zeit zum Spielen bleibt.

Was passiert also mit uns bei einem Entschluss, den wir nur mit dem Kopf gefasst haben?

Es könnte sein, dass sich dieser im Bauch ganz komisch anfühlt. Es ist uns mulmig bei dem Gedanken, den Verstandesweg zu gehen. Dieses Bauchgefühl nun ist es, das uns dauerhafte Erfolge sichert, wenn wir es einbeziehen. Wenn wir also auf unseren Körper „hören“. In der Hirnforschung spricht man bei diesem Bauchgefühl vom so genannten „somatischen Marker“.

Wenn wir an eine bestimmte, sehr unangenehme Situation von früher denken, steigen Emotionen in uns auf. Und diese wiederum lassen sich im Körper gut feststellen. Wir sprechen etwa vom zugeschnürten Hals, vom Druck auf dem Herzen, vom Knopf im Bauch. Alle diese Emotionen sind somatische Marker.

Der Körper zeigt in diesem Fall, dass es zwischen dem Bewussten und dem Unbewussten einen Konflikt gibt. Wenn wir nun das Pferd von hinten aufzäumen, uns also in eine positive Grundstimmung versetzen mit Hilfe von Bildern, Dingen, Musik, Gerüchen, dann sind wir in der Verfassung, ein Ziel nachhaltig zu verfolgen. Die Brücke vom Bewussten zum Unbewussten funktioniert über Bilder.

An jedem Wort hängt ein Bild und an jedem Bild hängt ein Gefühl.

Wilma Bucci, Psychoanalytikerin

Worte, mit denen wir unsere Ziele bauen, müssen starke und eindeutige Bilder produzieren, damit wir uns in unserem Körper stark und eindeutig gut fühlen. 

Entscheidend für ein freies, glückliches, selbstbestimmtes Leben ist also eine Zielformulierung mit allen unseren Sinnen – auf emotionaler, körperlicher und geistiger Ebene.  Das Zürcher Ressourcen-Modell gibt uns eine für jedermann gut durchführbare Methode an die Hand, unsere ganz persönlichen Ziele mit allen Sinnen zu formulieren. Das Schöne daran ist, dass diese Methode ganz und gar nicht anstrengend ist, vielmehr verspielt und sehr locker daherkommt. Ganz so, wie es der Schweinehund eben mag. Maja Storch und Frank Krause haben diese Methode in den 1990er-Jahren für die Universität Zürich entwickelt.

Der Effekt dieser Arbeit an uns ist, dass die Entschlossenheit steigt, ein Ziel in Angriff zu nehmen. Derart motiviert, fühlen wir uns großartig.

(Wir) sind () voller Energie, fühlen uns stark, fähig und entschlossen und bewegen uns auf ein Ziel zu.

Carver und White 1994; Greenaway et al. 2015; Elliot 2008; Harmon-Jones et al. 2011, in: SMART oder MOTTO?, siehe Bibliographie

Wir fühlen uns also unglaublich gut, machen etwas, das uns Spaß macht und dürfen so sein, wie wir halt einmal sind.

Klingt zu schön, um wahr zu sein? Die Hürde kommt im Alltag. Über Erfolg und Nichterfolg entscheidet, wie oft wir unsere erarbeiteten Bilder und bildhaften Beschreibungen im Alltag aktivieren, uns daran immer wieder erinnern.

Und wenn wir diese starken Bilder und Worte auch noch verkörpern mittels Embodiment, uns zum Beispiel ab und zu wiegend bewegen wie auf einem Bötchen auf dem Meer, ja, spätestens dann ist der Schweinehund mit an Bord und segelt mit uns in Richtung freies Leben. Dann ist es so wie mit allem im Leben: das, worum wir uns kümmern, das wächst und gedeiht.

Mögen also unsere Ziele so formuliert sein, und wir diese in unserem Leben verankern, sodass wir mit Schaumkrönchen-Wind Kurs auf das Leben nehmen, das wir uns erträumen,

das wünscht uns allen

Mag. Waltraud Leobacher

Kommunikationswissenschafterin & Bewegungscoach

verantwortlich für Bild und Text, 07.05.2019

BIBLIOGRAPHIE:

  • Storch, Dr., Maja;  Hüther, Prof.Dr.rer.nat.Dr.med.habil., Gerald; Cantieni, Benita; Tschacher, Prof.Dr.phil., Wolfgang: Embodiment. Die Wechselwirkung von Körper und Psyche verstehen und nutzen. Bern: Verlag Hans Huber, 3. Nachdruck 2015 der 2., erweiterten Auflage 2010.
  • Mühlberger, Mag. Dr., Christina; Büche, MSc. S, Angela; Jonas, Prof.Dr., Eva: SMART oder MOTTO? Von der Hemmung in die Handlungsfähigkeit durch passende Zielformulierung. Organisationsberat. Superv. Coach (2018) 25:147–160, online publiziert 04.05.2018, https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs11613-018-0546-4

Bärlauch-Bowl

Nach dem Frost wächst der Bärlauch – und verbreitet einen zarten Knoblauchduft.

Der Bärlauch entgiftet den gesamten Organismus und passt damit perfekt in die Fastenzeit. Er saniert unseren Darm und zerstört schädliche Pilze im Körper. Er enthält Schwefel, Eisen, Magnesium und Mangan und ist somit ein guter Eisenlieferant – besonders interessant für Vegetarier.

Die schwefelhaltigen, ätherischen Öle im Bärlauch wirken sich positiv auf Verdauung, Atemwege, Leber, Galle, Darm und Magen aus. Zudem kann der Bärlauch gegen Bluthochdruck eingesetzt werden.

Aufpassen heißt es, wenn der Bärlauch selbst gesammelt wird. Vorsicht vor Verwechslung mit giftigen „Doppelgängern“ !

Bärlauch-Bowl

Die  Bärlauch-Bowl ist eine herrliche Mahlzeit im Frühling.
Die Bärlauch-Bowl ist ein herrlicher Eiweiß-Lieferant – und schmeckt herrlich „knofelig“ !

Zutaten:

Pro Person eine Handvoll Couscous und Ziegenkäse. 3 EL klein geschnittenen Lauch, 1 EL gehackte Walnüsse, 2 cl Leinöl, Salz, Pfeffer und Chilipulver zum Verfeinern.

Zubereitung:

Die frischen Blätter der Länge nach nudelig schneiden, der Breite nach klein hacken und beiseite legen. Der Couscous wird in einer Schüssel mit heißem Wasser übergossen, für 10 Minuten zum Ausquellen ebenfalls beiseite stellen. Ziegenkäse in mundgerechte Stücke schneiden.

Den Lauch mit etwas Olivenöl in der Pfanne anschwitzen, den Couscous dazugeben, mit Salz, Pfeffer und Chili würzen, durchrühren, zum Schluß den Ziegenkäse mit den Walnüssen dazugeben, nochmals durchrühren und vom Feuer nehmen. Dann den Bärlauch mit dem Leinöl darunterrühren – fertig ist die herrlich-knofelig-nussige Eiweißbowl !

Guten Appetit wünscht Eure „Leo Coach“ Mag. Waltraud Leobacher, Kommunikationswissenschafterin

11.04.2019


Bibliographie

Kreiter, Hildegard: Kräuter und Heilpflanzen nach Sebastian Kneipp. Wien: Kneipp Verlag, 2015.

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%A4rlauch, 11.04.2019

Vorsicht vor Verwechslung mit giftigen „Doppelgängern“: https://www.ages.at/themen/lebensmittelsicherheit/pflanzliche-lebensmittel, /baerlauch/#, 11.04.2019


Wie geht´s, wie steht´s, wie läuft´s?

Um einen Schritt nach vorne zu tun, müssen wir jedes Mal einen Sturz wagen

Der Fuß ist im Stehen und Gehen unsere einzige direkte Verbindung zur Erde.

Der Fuß bildet die Basis für unseren aufrechten Gang. 28 Knochen sind mit über 33 Gelenken über Bänder und Sehnen verbunden, viele kleine Muskeln geben die notwendige Kraft dazu: das ist das Wunderwerk Fuß !

Was glaubt Ihr, wie viele Sehnen und Bänder – also Faszien – der Fuß für alle Bewegungen benötigt ? Sieben ? Siebzig ? Nein, noch mehr – es sind gesamt unfassbare 107 ! Am Unterschenkel und am Fuß finden sich zahlreiche Muskeln, welche über die Faszien (Sehnen) die Kraft an die entsprechenden Stellen übertragen – vom Unterschenkel zum Sprunggelenk, vom Fuß zu den Zehen etwa. Wir können uns vorstellen, dass es Sinn ergibt, diese vielen Gewebe speziell zu trainieren und so die Kraftübertragung zu optimieren, um einen beweglichen und vor Verletzungen geschützten Fuß zu erhalten.

Verschiedene Fußpositionen einnehmen stärkt die Struktur rund um das Sprunggelenk und trainiert die vielen kleinen Muskeln im Fuß optimal.

Das Gehen ist eine spannende Bewegung. Mit jedem Schritt nach vorne müssen wir uns nämlich erst einmal dazu überwinden, den festen Boden – und unseren Stand-Punkt – aufzugeben. Das kann bedeuten, dass wir ins Ungewisse tappen. Wird uns der neue Boden tragen ? Welchen Ein-Druck werden wir hinterlassen? Werden wir die Reise bestehen ? Standhaft sein können ?

Der Schwung beim Gehen erhöht sich, wenn wir in der idealen, aufrechten Haltung marschieren, die Muskulatur nicht verspannt ist, und vor allem: wenn wir beim Landen die gesamte Fußsohle gleichmäßig belasten. Als Grundlage brauchen wir dafür einen gut trainierten großen Zeh:

Grundübungen für einen gut trainieren großen Zeh

Stellen wir uns nun vor, unser Körper sei eine elastische Stahlfeder. Wenn wir beim Gehen den Fuß auf die Erde setzen, drücken wir diese Feder zusammen. So wird Energie gespeichert. Hebt der Fuß ab, wird dieselbe Energie wieder frei. Wir „federn“ in die Ausgangslage zurück. Unsere Körperfeder besteht aus Knochen, Faszien und Muskulatur. Während die Faszien, also Bindegewebe, Sehnen und Bänder, den aufgebauten Druck in Zug verwandeln, geben die Muskeln die Stabilität. Beim Ankommen auf der Erde entsteht eine Stoßwelle, die Faszien verkürzen sich wie die oben erwähnte Stahlfeder. Beim Abheben verlängern sich diese wieder, umso mehr, je höher beziehungsweise härter der Absprung ausfällt. Die Muskulatur hingegen behält während der gesamten Bewegung dieselbe Länge – während die Faszien wie die Stahlfeder auf Zug und Loslassen arbeiten.

Wir haben eingangs festgestellt, dass 107 Sehnen für alle Fuß-Bewegungen notwendig sind und wir diese Faszien auch spezifisch trainieren können.

Diese dicke Faszie namens Achilles-Sehne ist ein starker Kraft-Übertrager.

Die Achillessehne ist so ein sehr festes Faszienband. Aus vielen Studien wissen wir, dass diese starke Sehne nach dem obigen Stahlfeder-Prinzip trainiert werden kann. Je elastischer und gleichzeitig zugkräftiger diese Faszie ist, desto stabiler stehen und gehen wir. Unser Fuß mit dem komplexen Sprunggelenk ist besser geschützt vor Verletzungen. Das Gehen, Hüpfen und Laufen erfordert weniger Energie. Spezielle Faszien-Bewegungen fördern die Elastizität und machen weitere Sprünge mit weniger Energieaufwand möglich.

Trainiere Deine Achilles-Sehne, um für Deinen Sport effektiver zu sein,
also weniger Energie für das Vorwärtskommen zu benötigen.

Doch die Faszien können noch mehr, als Kraft vom Muskel zu übertragen oder zu verteilen: in den Bindegewebsschichten sind Millionen von Körper-Meßfühlerchen verteilt, Mechanorezeptoren genannt. Diese melden dem Gehirn, ob es etwa kalt oder warm ist. Barfuß fühlen wir durch die Bindegewebsschicht der Fußsohle, Plantarfaszie genannt, wenn der Boden uneben ist, warm oder kalt, spitz oder stumpf, trocken oder feucht. Über diese „Fühlerchen“ bekommt unser Gehirn auch die Information über Stabilität und Balance unseres Auftretens. All diese Informationen nehmen wir meist nicht bewußt wahr, wir erhalten und verarbeiten diese ganz automatisch.

Wie standhaft sind wir auf ungewohntem Untergrund ? Es aktiviert die Mechanorezeptoren der Fußsohle, auf verschiedenen Böden zu laufen – und verwöhnt sogar die Organe!

Dabei ist es eine gute Idee, einmal ganz bewusst zu gehen und zu stehen, denn unser Auftreten können wir selber bestimmen: welchen Ein-Druck hinterlassen wir ? Wie kraftvoll lösen wir uns von alten Standpunkten ? Wie viel Mut beweisen wir, wenn wir diese alten Standpunkte verlassen – uns vom Boden lösen und ins Ungewisse marschieren ?

So kann der Fuß beim Gehen wie ein Spiegel für unsere Koordination sein. Dabei ist mir wichtig zu erwähnen, wie bedeutend die ideale Haltung für den Fuß ist. Ein Problem mit dem Fuß ist selten ganz allein auf den Fuß beschränkt, und umgekehrt – falsches Gehen kann sogar Kopfschmerz auslösen.

Was passiert denn genau beim Gehen?

Wenn wir den nach vorne marschierenden Fuß aktiv auf den Boden drücken, gewinnen wir Rückhalt und Antrieb. Die Rückseite des Körpers gewinnt an Kraft, und auch der Beckenboden wird gestärkt. Durch die bewusste Bewegung des Beckens beim Gehen werden auch Blase und Nieren unterstützt. Die Nieren sind am unteren Rücken aufgehängt, und sie arbeiten wie ein reinigender Dusch-Strahl. Die durch die Nieren gefilterte Flüssigkeit gelangt so erst in die Blase, bevor wir sie ausscheiden.

Beim Gehen brauchen und erhalten wir Rückgrat. Interessant ist, dass wir uns ausgelaugt und müde fühlen, wenn die Nieren nicht gut funktionieren. Wir spüren nicht genug Rückhalt und fühlen uns antriebslos.


Unterstützen wir also die Nierentätigkeit beim Gehen – und somit unser Rückgrat ?

Probieren wir es aus. Wie schon erwähnt, müssen wir, wenn wir in die Gänge kommen wollen, erst einmal wagen, unseren Standpunkt aufzugeben – mit dem Schwungbein. Bis dieses einen neuen Stand-Punkt gefunden hat, brauchen wir das Standbein, welches hinter der gedachten Lotlinie positioniert ist. Und genau aus diesem entsteht nun der Antrieb für den Schritt nach vorne. Ganz genau ist es der leicht nach oben gewölbte Mittelfuß. Durch die Federkraft dieses Fußgewölbes „schieben“ wir den Boden unter uns nach hinten.

BARFUSSÜBUNG: Im taufrischen Gras bewusst in der obigen Weise Schritt für Schritt aus der faszialen Federkraft des Fußgewölbes setzen – und spüren, wie wir uns mit jugendlich-beweglicher Faszienenergie aufladen und uns dadurch frisch und wach fühlen. Und wenn wir uns so fühlen – dann sprudelt auch der erfrischende Duschstrahl der Niere in unserem Körper munter dahin.


Den Fuß regelmäßig zu trainieren schafft die Basis für die perfekte Aufrichtung des Körpers

Und was bedeutet diese fasziale Leichtigkeit für unser Leben ?

Wir können unsere Ziele von nun an mit weniger Energieaufwand als bisher erreichen. Und wir verbessern das Gleichgewicht in unserem Leben.

So starten wir mit federnder Leichtigkeit in unser wunderbares neues Leben – jeden Tag erneut, Schritt für Schritt,

das wünscht sich für uns alle

Eure Leo Coach

Mag. Waltraud Leobacher

Bewegungs- und Ernährungscoach

Kommunikationswissenschafterin

Text und Fuß-Bilder im Freien: Mag. Waltraud Leobacher

Bibliographie

http://www.orthopaeden-ms.de/fuss.html, 06.03.2019

Rogall, Thomas: Die Kunst des Gehens. Schritt für Schritt zu gesunden Füßen. München, 2011: Nymphenburger.


„Mein Ischiasnerv ist eingeklemmt!“

Ischialgie zeigt sich vielfältig: vom kurzfristigen Hexenschuß
bis zum durch jahrelange Fehlbelastung hervorgerufenen Dauerschmerz

Das ist der Nummer 1-Satz meiner Rückenschmerz-Betroffenen

In den meisten Fällen stellt sich bereits nach wenigen, aber richtigen Bewegungseinheiten heraus, dass der Ischiasnerv nicht eingeklemmt ist und auch nicht war. Mittlerweile bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass der Titelsatz für die Menschen einfach eine gute Beschreibung dafür ist, dass es im Beckenbereich „zwickt“. Zwicken und klemmen beschreiben dasselbe Gefühl.

Nur eine große Ausnahme gibt es in meinem Studio. Ja – tatsächlich nur eine. Diese Klientin kam im Herbst 2015 das erste Mal zu mir und sagte den obigen Satz. Wir begannen sofort, das Standardprogramm für schnelle Erfolge für einen „zwickenden“ Rücken an ihr anzuwenden. Doch diesmal funktionierte diese Behandlung nicht gleich. Stattdessen begann ein langer Weg mit vielen Besuchen bei Sportärzten, Heilmasseuren und Therapeuten, deren Methoden und Behandlungen kurzfristig linderten, doch keinen anhaltenden Erfolg brachten. Eines allerdings gab Maria* nie auf: das wöchentliche Pilates-Training in Kombination mit Bewegungen, die speziell auf die Faszien abzielen – das Bindegewebe um die Muskeln herum, sowie die myofaszialen Leitbahnen im Körper.


Die Bauchfettwerte, Körperfettwerte verbesserten sich.
Der Muskelanteil stieg. Die Gelenke waren besser geschmiert.
Der Körper war straffer geworden.

Was ist Pilates ?

Zwei Jahre zogen auf diese Weise ins Land. Doch bei gewissen Bewegungen wie Bügeln, Kochen, den ersten Minuten bei langen Wanderungen meldete sich immer noch der schmerzende Nerv.


Bei stehenden Bewegungen kann sich Ischias-Schmerz verstärken.

Maria ist eine begeisterte Nordic Walkerin und Pilgerwanderin und erhoffte sich von den letzten beiden Sportarten Schmerzfreiheit.

Diese auf Ausdauer ausgerichteten Bewegungsarten schienen ihr die erhoffte Linderung jedoch nicht zu bringen, im Gegenteil: sie verstärkten die Nervenschmerzen wahrscheinlich zu der Zeit. Schließlich wurden ihre Wanderaktivitäten etwas weniger intensiv, nicht aber das regelmäßige Pilates- und Faszientraining, das sie meist zweimal in der Woche absolvierte. Und so kam es, „scheinbar“ über Nacht, dass Maria eines Tages schmerzfrei geworden war. Ein Meilenstein. Was das bedeutet, weiß jeder, der sein Leben mit Schmerzen verbringen muss.


Heute steht Maria seit einem Jahr schmerzfrei, gelenkig und stark da und ist glücklich über ihren ausgewogen trainierten Körper.

Was ist Faszientraining ?

Drei Jahre hat Maria* unermüdlich wöchentlich Pilates geübt und monatlich Faszienfitness-Training absolviert, um ihre hartnäckige Ischialgie selbst zu kurieren. 
Heute steht sie aufrecht, schmerzfrei und glücklich im Leben !

Maria hat fast drei Jahre gebraucht, um sich von dem Leiden, das sie sich wahrscheinlich über viele Jahre Überlastung aus ihrem stehenden Beruf geholt hat, zu befreien. Das Allerschönste dabei ist, dass sie selbst für ihren gesunden Körper gesorgt hat. Woche für Woche. Ohne Ausreden.

Das erfüllt mich als Trainerin mit Dankbarkeit, Freude und Demut.



Das wünsche ich Euch allen – schaut selber darauf, dass Ihr GSUND bleibt und gebt nicht auf!

GSUNDe Grüße

Eure Leo Coach

Mag. Waltraud Leobacher

Bewegungs- und Ernährungscoach

Text+Bilder: W.Leobacher, 01.02.2019

Kundenbilder mit freundlicher Genehmigung der Klientin (Name geändert)

Bilder Rückenschmerz, Bügeln: shutterstock


Ischialgie


Welche Ursachen es hat, welche Folgen, was zu tun ist:

https://www.netdoktor.at/krankheit/ischialgie-7824, 01.02.2019


Barfuß im Schnee

Frisch gefallener Schnee ist herrlich – für das Auge, für die Ohren (er dämpft Geräusche), für die Seele – und für die Füße. Schnee hilft bei Kopfschmerz, Müdigkeit und wenig Energie.

Die Natur stellt uns stets das bereit, was wir gerade zum Leben brauchen. Wenn wir täglich nur eine Minute barfuß im Schnee marschieren, sorgen wir aktiv für unser starkes Immunsystem, für einen freien Kopf und liefern uns den Schub Energie, der gerade in der lichtarmen Zeit so wichtig ist.


Schneetreten

nach Sebastian Kneipp

Gleich am Morgen, nachdem wir den Blick aus dem Fenster gewagt haben, oder auch vor dem Schlafengehen nehmen wir uns ein weiches Handtuch und dicke Socken, ziehen die Winterjacke über und treten vor das Haus: barfuß, auf der Suche nach Schnee. Eine Minute Schneetreten genügt bereits, um unser Immunsystem zu „pushen“. Nur nicht stehenbleiben – das brennt ! Das Schönste ist, schnell wieder ins Warme zu gehen – einfach erstaunlich, wie warm sich die Füße dann anfühlen. Abtrocknen, in dicke Socken schlüpfen – schon haben wir ein www-Gefühl: winterlich-wohlig-wunderbar !

Zum GSUND sein und GSUND bleiben !

Eine www-Winterzeit 🙂 wünscht Euch

Eure Leo Coach

Mag. Waltraud Leobacher

Kommunikationswissenschafterin

Bewegungs- und Ernährungscoach

Schneetreten ist gesund für Mensch und Tier… und absolut nicht für die Katz´!

Kontraindikationen: Achtung bei Harnwegsinfektionen, Blasen- oder Nierenerkrankungen sowie bei arteriellen Durchblutungsstörungen mit Schmerzen beim Gehen, sowie bei Menstruation.

Bilder und Text: Mag. Waltraud Leobacher, 29.01.2019 . Weitere Quellen sind mit Link direkt im Text hinterlegt.


Sonne tanken mit der Liebesbeere

Den ganzen Sommer blühte die Rose – das Symbol der Liebe. Im Herbst wachsen an den Rosensträuchern die Hagebutten – als fruchtiges Liebessymbol. Je später wir sie sammeln, desto süßer sind sie. Wir können sie auch den ganzen Winter über auf dem Strauch lassen und uns im Frühling immer noch an der reichen Frucht erfreuen.

Das Fruchtfleisch ist süßsauer und reich an Vitaminen, insbesondere Vitamin C (Ascorbinsäure), sowie Vitamin A, B1 und B2.

TIPP: Die getrocknete Früchte können wir auch als Gewürz zu vielen Gerichten dazugeben: die Beeren klein schneiden und über das Gericht streuen.


Hagebuttenmus

200 dag Hagebutten 60 g Fett | 74 dag Kohlehydrate | 3,2 dag Proteine
100 ml Wasser

Zubereitung

Die gewaschenen Hagebutten mit dem Wasser in einen Topf geben und köcheln, bis sie weich sind. Danach das Mus pürieren mit dem Stabmixer. Wer es noch feiner haben möchte, kann das Mus nun noch durch ein Sieb streichen. Danach wird das Fruchtmus nochmals aufgekocht, bis es eine cremige Konsistenz hat und sofort abgefüllt in ein Glas.


Durch ein grobmaschiges Sieb kann man die juckreizfördernden Nüsschen rausdrücken.

Das Mus ist etwa ein Jahr haltbar. Es kann als Beilage zu Fleisch gegeben werden, besonders gut passt es zu Wild.
Täglich 1 Eßlöffel vor dem Essen oder gleich morgens eingenommen, kommen wir gut durch den Winter – mit viel Vitaminen, Sonnenlicht und – Liebe.

Zum GSUND sein und GSUND bleiben !

Voilà – essbare Liebe !

Eine liebevolle Winterzeit wünscht Euch

Eure „Leo Coach“ Mag. Waltraud Leobacher

Bewegungs- und Ernährungscoach

Kommunikationswissenschafterin

Bilder und Text: Mag. Waltraud Leobacher, 30.11.2018 
Textquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Hagebutte
… oder wie wär´s mit einer Kette aus getrockneten Hagebutten?

FAKTEN – FAKTEN – FAKTEN

Nährwertangaben für 100 Gramm

Kalorien 162, Fettgehalt 0,3 g, Natrium 4 mg, Kalium 429 mg
Kohlenhydrate 38 g, Ballaststoffe 24 g, Zucker 2,6 g, Protein 1,6 g

Vitamin A 4 345 IU
Vitamin C 426 mg
Kalzium 169 mg
Eisen 1,1 mg
Vitamin B6 0,1 mg
Magnesium 69 mg

Quelle: http://www.google.com, https://g.co/kgs/CFnVxD, 30.11.2018


Von jenen, die sich dehnen

Achtung! Dieser Beitrag räumt mit alten Vorurteilen über das Dehnen auf und könnte Ihren Körper positiv verändern!

Wie weit, wie schnell, und wie lange sollen wir jede einzelne Dehnung ausführen? Wie oft sollten wir das tun, in welcher Reihenfolge, und vor allem: mit welchem Ziel?

Während es eine Vielzahl an Studien über das Dehnen der Muskulatur gibt, gewährt uns die junge Faszienforschung eine ganz neue Perspektive über die Wirkung des Dehnens auf das Bindegewebe oder besser gesagt, die – als eine einzige, den Körper durchziehende, die Organe umhüllende und die Extremitäten umspannende – Faszie.

Was können wir alles dehnen?

Eine Dehnung geht über unser übliches Bewegungsausmaß hinaus. Neben der Muskulatur kann jedes Gewebe der Weichteile gedehnt werden: die Haut, die darunterliegende, oberflächliche Faszie, die tiefe Faszie sowie die Faszien, die die Muskelbündel und -fasern umhüllen. Auch Septen, Aponeurosen und Sehnen können wir dehnen.

Wann und wie sollen wir uns dehnen?

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Ein statischer Stretch wie dieser löst Nacken- und Schulterverspannungen. Je mehr wir hier loslassen können, die Muskulatur lockern können, desto tiefer greift dieser wohlige Stretch.

Beim „wie“ unterscheiden wir zwei Arten von Dehnung: Erstens die statische, die durch jüngste Erkenntnisse wieder an Bedeutung gewonnen hat. Schon zwei Minuten in einer gehaltenen Dehnung können entzündungshemmend wirken, besonders im unteren Rückenbereich kann es dadurch zu Linderungen von Schmerzen kommen. Diese Dehnqualität brauchen wir nach muskelkraftorientiertem Training, nach einer Ausdauereinheit ebenfalls. Denn während des Workouts steigt die Grundspannung des Muskels an, damit dieser leistungsfähiger wird. Mit diesem gehaltenen Stretch entspannen wir die Muskulatur wieder. Das fördert die Regeneration. Die Muskeln erholen sich also rascher.

Muskeln, die dauerhaft eine erhöhte Spannung aufweisen, können nämlich Verletzungen auslösen. Ist der Muskeltonus dauerhaft zu hoch, wird also auf die Mobilität zu wenig geachtet, steigt der Druck auf die Gelenke – die dann irgendwann durch die unbewegliche Nachbarschaft aus dicken Muckis und verklebten, weil immobilen Faszien buchstäblich unter Zugspannung geraten und zu schmerzen beginnen.

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Der „Surfergriff“ ist eine dynamische Dehnung, die die myofaszialen Leitbahnen der Arme und des Schulterbereiches stimuliert. Richtig reinhängen lassen, dem Partner vertrauen, und sich wohlig räkeln.

Deswegen ist die zweite Art der Dehnung so wichtig: die dynamische, die auf die Faszien zielt. Diese Art der Dehnung ist dann die richtige, wenn wir einfach beweglicher sein wollen – im Alltag, vor einer Sporteinheit, die Beweglichkeit erfordert. Beim Krafttraining nützen wir diese Qualität des Dehnens entweder am Ende einer Workout-Einheit oder überhaupt an einem trainingsfreien Tag. Auf diese Weise bekommen wir das Beste beider Welten in schöner Balance: Kraft und Beweglichkeit.

Wann brauchen wir Beweglichkeit – und wann Kraft?

Zugspannung ist nun ja nicht per se schlecht. Wichtig ist, zu erkennen, welcher Körpertyp wir sind. Haben wir einen hohen Muskelanteil, und einen hohen Muskeltonus? Dann ist als Ausgleich Beweglichkeit mit dynamischem Dehnen empfehlenswert, um die Gelenke zu befreien. Oder sind wir sehr beweglich und damit gefährdet, den Gelenken nicht genug Halt zu bieten? Dann braucht es weniger Dynamik in der Dehnung, sondern vielmehr die eingangs erwähnte Zugspannung.

Die junge Faszienforschung besagt, dass es bei erhöhter Zugspannung zu einer vermehrten Kollagenbildung kommt. Das bedeutet, die Faszie wird dicker – dadurch wirkt die Haut darüber straffer. Ob nun eine therapeutische Dehnungseinheit ausreicht, um frisches Kollagen herzustellen, ist wissenschaftlich noch nicht nachgewiesen. Man geht jedoch in Forscherkreisen davon aus, dass regelmäßige, wiederholte Dehnungen diesen regenerierenden Effekt haben.

Was bewirken die beiden Qualitäten der Dehnung in den Faszien?

Wenn wir regelmäßig statisch dehnen, das heißt über Wochen in immer ein und dieselbe Richtung, regen wir die Zellbildung an – sei es Narbenbildung für schnellere Wundheilung, sei es ein dickeres Bindegewebe um die Muskelhülle, denn um jede einzelne Muskelfaser, um jedes Muskelbündel ist Fasziengewebe herumgewickelt, das nicht nur schützt, sondern auch formt.
Wenn hingegen Druck auf die Faszienzellen von allen Seiten einwirkt, wir also dynamisch dehnen, und dies mit dem Faszienrollen in verschiedene Richtungen kombinieren, zerstören sich die Kollagenzellen – sie fressen sich tatsächlich buchstäblich selbst auf. Das ist von Vorteil, wenn wir ein feineres Gewebe wünschen, wie beim Narben entstören.

Wann ist dehnen schlecht – und wann gut?

Es gibt eine Vielzahl von Studien zu beiden Qualitäten des Dehnens. Das statische Dehnen ist vor der Trainingseinheit umstritten und oftmals nicht empfehlenswert, weil es die Performance verschlechtern kann. Dagegen gibt es beim dynamischen Dehnen keine nachweislichen Verschlechterungen in der Performance. Grundsätzlich können wir davon ausgehen, dass das Dehnen vor einer Trainingseinheit, die Kraft oder Schnelligkeit braucht, die Leistung verringern kann. Bis dato gibt es auch keine Erkenntnisse, dass diese Art des einmaligen Dehnens vor Verletzungen schützen könnte.

Das regelmäßige Dehnen hingegen hat allumfassende gesundheitliche Vorteile, und hierzu gehört ganz klar der Schutz vor Verletzungen. Für mich als Gesundheitssportlerin stellt sich die Frage nach dem Bedarf: möchten wir eine bessere Performance in einer Sportart erreichen– oder möchten wir ganzheitlich gesund sein? Wenn letzteres der Fall ist, dann breche ich für das Dehnen in all seinen Facetten eine Lanze – ganz individuell körpertypgerecht.

Was passiert bei einer Dehnung denn genau?

Egal, wie und wo man dehnt: immer geht es um das Wasser, das in den Faszienzellen gespeichert ist. So nimmt der Wassergehalt nach einer Dehnung ab, nach einer halben Stunde Ruhephase steigt der Wassergehalt wieder und nimmt dann in den nächsten Stunden sogar noch über die 100 % hinaus zu, sodass das Gewebe nachher nachweislich elastischer geworden ist. Der Faszienforscher spricht hier von „hydrodynamischen Anpassungsvorgängen“ in den Faszien. Wir können uns den Vorgang vorstellen wie bei einem Schwamm, in welchem die dort gespeicherten Zucker- und Eiweißmoleküle herausgepresst und danach wieder mit frischem Wasser aufgesogen werden.
Und damit ist die eingangs gestellte Frage schon beantwortet: mit diesem Austauschvorgang können wir Ödeme beseitigen, Blockaden lösen, und ganz allgemein die Wasserversorgung unterversorgter Proteine erhöhen, sodass die Dehnbarkeit des Gewebes noch zunimmt.

Dehnen und Atmen

Forscher fanden heraus, dass eine Synchronisation von Atmung und Dehnbewegungen, wie sie bei Pilates angewandt wird, Schmerzen lindert. Durch die tiefe Atmung verbessern wir die Sauerstoffversorgung der Gewebe. Zudem haben Studien gezeigt, dass wir durch die Atembewegungen die Kraft und Koordination von Rumpf und Nacken bis zum Beckenboden verbessern. Wir kräftigen damit das „Power House“ – ein Körper-Haus aus Beckenboden, unterster Bauchmuskulatur als Wand, und dem Zwerchfell als domartigem Dach. Wir BewegerInnen nennen dies auch „inneres Korsett“, durch dessen Zuschnürung wir uns automatisch aufrichten. Wir wirken größer, heben den Blick nach vorne, bekommen eine straffe Taille.

Wenn wir nach einer Dehneinheit mehr Ruhe, Wohlgefühl, Ausgeglichenheit und Vitalität verspüren, kann das auf die verstärkte Flüssigkeitsversorgung bislang unterversorgter Gewebe zurückgeführt werden. Wir sind beweglicher, auch dadurch fühlen wir uns wohler. Und schließlich ist die wiedergewonnene Gleitfähigkeit zuvor verklebter Gewebe ein Bonus des faszialen Dehnens. Damit kommen wir zur Erhöhung unseres Körper-Wohlgefühls …

Körper-Wohlgefühl steigern

In der tiefen Faszie sitzen Millionen von Körper-Messfühlerchen, die „Mechanorezeptoren“ genannt werden. Es sind tatsächlich sechs Mal so viel, als in den Muskeln selbst sitzen. Wir können uns diese vorstellen wie eine Vielzahl von Mini-Lämpchen unter der Haut, die zu leuchten beginnen, wenn wir diese Region des Körpers stimulieren. Unser Ziel ist es, möglichst viele der Lämpchen einzuschalten – denn dann ist unser Körper-Wohlgefühl auf dem absoluten Höhepunkt. Und ist das nicht der Wunsch von jedem von uns?

Beispiel einer faszialen Dehnung

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Die Entspannungshaltung steigert die Beweglichkeit beim Vornüberbeugen

Die Rest Position, die Entspannungshaltung, dehnt die nach Tom Myers benannte „Oberflächliche Rückenlinie“. Letztere ist ein Faszienband von der Unterseite der Zehen über die gesamte Rückseite des Körpers bis hoch über den Kopf zu den Augenbrauen. Diese Faszienlinie ist wichtig für unsere Fähigkeit, aufrecht in Balance zu stehen, mit allen Gelenken ideal übereinander ausgerichtet. Mit dieser Dehnung können wir die Beweglichkeit beim Vornüberbeugen steigern – und so künftig zum Beispiel locker aus dem Stand unsere Schuhe zubinden. Diese Dehnung können wir statisch halten, oder wir können sie dynamisch gestalten und uns räkeln wir eine Katze, uns in die Länge, in die Diagonale biegen und wohlig strecken. Je nachdem, was unser Körper gerade braucht. Und das spüren wir umso besser, je mehr unserer oben erwähnten Körper-Lämpchen eingeschalten sind.

Das Gewebe ist also höchst anpassungsfähig. Und damit individuell trainierbar! So können wir unserem Körper das geben, was er braucht – geschmeidige Beweglichkeit und Straffheit in Körpermitte, Oberarmen und Beinen. Zugleich schmieren wir die Gelenke neu durch den Austausch des alten Wassers gegen frisches. Körpereigenes Kollagen dazu, Körperlämpchen angeknipst – und fertig ist das faszinierende Training unseres allumspannenden, körperweiten weißen Goldes namens Faszie, freut sich Ihre
Mag. Waltraud Leobacher
Bewegungs- und Entspannungscoach
Kommunikationswissenschafterin
Verantwortlich für Bilder und Text: Mag. Waltraud Leobacher, 30.10.2018

Quellen:

Kapitel 7.20 Fasziendehnung und Kapitel 7.21 Die Faszie beim therapeutischen Yoga, Thomas Myers und Christopher Frederick, in: Lehrbuch Faszien. Grundlagen-Forschung-Behandlung. Schleip, Findley, Chaitow, Huijing (Hg). München: Elsevier Urban & Fischer, 2014

Does Stretching Increase Performance? A Systematic and Critical Review of the Literature. Shrier, Ian, MD, PhD., in: Clin J SportMed Volume 14, Number 5, September 2004, Lippincott Williams & Wilkins.

Bei „Hatschi“: eins auf die Rübe!

GuckII
In meiner Gemüsekiste habe ich einen Schatz gefunden: die Chioggia-Rübe, eine italienische Verwandte der roten Rohne aus dem gleichnamigen Hafenstädtchen, auf gut österreichisch Rona. Eine wunderhübsche Verwandte, die ich sofort verkosten und verarbeiten musste…

1 Knolle Chioggia-Rübe   |   1 kleiner Brokkoli   |  2 Karotten   |  1 Gemüsezwiebel   |  Olivenöl  |   Rosmarin gerebelt   |  Salz, Pfeffer und Chili

Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten  2 Portionen


Pfanne
Gemüsepfanne mit Chioggia-Rübe

Backofen auf 200°C vorheizen. Gemüse in mundgerechte, nicht zu kleine Stücke schneiden und in eine Auflaufform für den Ofen legen. Mit Salz, Pfeffer und Rosmarin würzen und mit reichlich Olivenöl beträufeln. Zugedeckt für 30 Minuten in den Ofen, weitere 15-20 Minuten ohne Deckel weitergaren lassen. Bei Bedarf umrühren. Fertig ist das hinreißend köstliche vegane Gericht mit fein süßlich-nussiger Chioggia-Rüben-Note!

Mit Power in den Winter

Die roten Rohnen sind reich an Kalium und Folsäure.

Herz

Bereits 100 g in Bio-Qualität decken einen guten Teil des Tagesbedarfes ab. Während Kalium Nerven und Muskeln stärken, trägt die Folsäure zur Blutbildung bei, stärkt das Immunsystem und macht uns wach. Der hohe Vitamin B- und Eisengehalt sind zusätzlich interessant für uns Veggies 🙂 Das ist genau die richtige Kombination, um fit in die kalte Jahreszeit zu kommen !

Gekocht

Gegart schmeckt die Knolle übrigens wirklich köstlich, süßlich-nussig, wenn sie da auch nicht mehr so schön aussieht. Schöner ist sie als Rohkost, wo die tolle Knolle allerdings gerade später am Tag bei gewissen Stoffwechsel-Typen schwerer verdaulich sein kann.

Egal, wie wir sie zubereiten: die rote Bete ist ein gesundes Gemüse, das im Winter Müdigkeit vertreibt und uns vor ersten Erkältungen bewahren kann, weil sie das Immunsystem stärkt.

So kommen wir fit in den Winter, das wünscht Ihnen von Herzen

Ihre „LEO COACH“

Mag. Waltraud Leobacher

Kommunikationswissenschafterin & Bewegerin

Bilder: Mag. Waltraud Leobacher

Textquellen: https://www.morgentau.at/produkte/biochioggia-ruebe, https://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Bete

11.10.2018

Frische Früchtchen im Glas
Drinkohne
Herrliche Herbstfrucht: die Traube

Ein Glas Rotwein ist fein für Leib und Seele! Was können wir selber nun mit der blauen Beere machen? Die Antwort ist LEICHT!

500 g blaue Trauben – am besten regional und in Bio-Qualität | 1 Sieb und 1 großer Löffel | für 2 x 125 ml reinsten Traubensaftes | je Glas 90 kcal – 0,8 g Fett, 200 mg Kalium, 20 mg Calcium, 11 mg Magnesium und 6 mg Vitamin C


Sind diese Trauben nicht herrlich ?

Trauben

Diese Beere ist ein Schönheitselixier wegen des hohen Vitamin C-Gehaltes, zahlreichen Mineralstoffen und Aminosäuren. Als leidenschaftliche Frau des EINFACHen, LEICHTen Lebens esse ich die Früchtchen gerne direkt von der Rebe, nehme mir eine Rispe mit und gebe sie in das warme Morgenmüsli.

Weinstock
Dieser Weinstock verströmt einen fruchtig-samtigen Duft

Einfach rohköstlich ! Wenn wir sie gleich ein wenig zerdrücken beim Einrühren, sparen wir uns jedes weitere Süßen.

Da sie hauptsächlich aus Wasser bestehen, habe ich es mir leicht gemacht und die weiteren geernteten Beeren einfach im Entsafter zu Traubensaft verarbeitet. Dabei entstehen 2 Teile reiner Saft und 1 Teil Schwebstoffe, die ich beim ersten Entsaften noch mitgetrunken habe.

TraubensaftmitSchwebstoffen

Diese Schwebstoffe enthalten das Gute der Schale: reichlich unverdauliche Ballaststoffe, die die Verdauungstätigkeit anregen. Außerdem wirken diese Stoffe entwässernd, sowie präventiv gegen Harnsäure-ablagerungen, Gicht und Arteriosklerose. Sie sind von der Konsistenz schaumig und schmecken bittersüß. Zugegeben – optisch sind sie nicht ganz so gewinnend !

DrinkohneSchwebstoffeHerstellung
Der aus dem Entsafter gewonnene Saft wird mit Sieb und Löffel von den Schwebstoffen befreit

Beim zweiten Durchgang des Entsaftens wollte ich den reinen Traubensaft und habe die Schwebstoffe im weiteren Verlauf durch ein Sieb zurückgehalten. Mit einem großen Löffel kann man genug der guten Flüssigkeit durch das Sieb durchdrücken.

Die ideale Tageszeit zum Verspeisen der Weintraube ist übrigens der Morgen und Vormittag. Da ist sie kühl und prall, und unser Körper kann Fruchtzucker tagsüber wesentlich besser verstoffwechseln als am Abend.

Abends nämlich lagert unser Körper seit Urzeiten schon Zucker als Fett ein. Das Insulin verhindert zudem über Nacht die Ausscheidung von Wasser und Salzen. Deswegen kann es sein, dass Finger, Knöchel, Augenlider und das Gesicht am nächsten Morgen angeschwollen sind.

Drink

Ob uns dann jemand glaubt, dass wir einfach zu viele Weintrauben gegessen haben, oder stattdessen das eingangs erwähnte Gläschen Rotwein für unser Morgengrauen verantwortlich macht, sei dahingestellt !

Versüßen wir uns den Herbsttag also mit diesem heimischen Superfood, ob verkocht, roh oder im Gläschen, das rät Ihnen Ihre

„Leo Coach“

Mag. Waltraud Leobacher


FUNKY FOOD FACTS

  • Besonders die dunklen Trauben stecken voller Antioxidantien, die nachweislich den Alterungsprozess verlangsamen und der Zellschädigung durch freie Radikale entgegenwirken
  • Neben dem Gehalt an Vitamin C ist der Magnesium- und Kaliumgehalt erwähnenswert. Eine Handvoll Trauben deckt etwa ein Viertel des Tagesbedarfs an Kalium
  • Die unbearbeitete Traube hat viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe (siehe oben). Die Ballaststoffe in den Schalen regen die Verdauungstätigkeit an, wirken entwässernd, und präventiv gegen Harnsäureablagerungen, Gicht und Arteriosklerose
Blog vom 02.10.2018
Verantwortlich für Text und Bilder: Mag.phil. Waltraud Leobacher, Kommunikationswissenschafterin, Pilates- und Faszientrainerin und FREI-Leben-Coach Textquellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Traubenmost#Traubensuessmost 01.10.2018 https://www.veganblatt.com/heimische-superfoods-weintrauben 01.10.2018 http://www.flotte-lotte.at/weintrauben/ 01.10.2018 Pape, Detlef, Dr. med.: Die Hormonformel. Wie Frauen wirklich abnehmen. München: Gräfer und Unzer Verlag, 2009

Der Times Square des Körpers
Kniecollage

Am Times Square des Körpers trifft sich alles.

Was können wir tun, um von diesem Verkehrschaos nicht gebeugt zu werden ? Wenn wir Schmerzen im Knie spüren, gibt es dafür zwei Möglichkeiten: wir wissen, warum es weh tut. Etwa, weil wir uns verdreht haben oder gestürzt sind. Oder wir wissen nicht, warum es auf einmal weh tut. Davon handelt dieser Beitrag.

In unserem Knie herrscht geschäftiges Treiben wie am Times Square: zwei Hauptstraßen, der Ober- und der Unterschenkel, führen darauf zu, daneben kleinere Seitenstraßen, die Muskeln und Faszien, Oberleitungen der Straßenbahnen, die Nerven, die Verkehrsinsel in Form der Kniescheibe und quer durch und drunter und drüber Fahrzeuge und Menschen – das Blut und Wasser des Körpers.

Das Knie als Kreuzung des Körpers – ein hinkender Vergleich ?

Dieses Bild kann uns helfen, die tragende Rolle des Kniegelenkes zu verstehen. Bei Sportverletzungen und Stürzen wissen wir sofort, warum es weh tut. Risse und Verschiebungen können an Faszien und Bändern durch einen Schlag, Stoß oder Sturz entstehen. Der Gang zum Sportarzt oder -therapeuten ist hier der erste Weg. Wenn das Knie aber aus heiterem Himmel schmerzt, ohne ersichtlichen Grund, was dann ?

Diese schleichenden Veränderungen im Knie können ihre Ursache in Fehlbelastung und Haltungsschwächen haben, also in nicht ausbalancierter Muskelkraft und durch zu wenig spezifische Bewegung verklebte Faszienstrukturen.


Faustregel: Je besser der gesamte Körper trainiert ist, desto schneller kann auch das Knie nach Verletzungen heilen. Daher ist ein cleveres Ganzkörpertraining die beste Versicherung gegen Verletzungen aller Art. Pilates und Faszienbewegung bieten sich dafür an.


Das Knie hat die herausfordernde Aufgabe, sowohl stabil als auch beweglich zu sein. Das ist eine Gratwanderung, denn zu viel Beweglichkeit bringt das Knie aus der Spur, und zu viel Stabilität lässt es einrosten. Die erste und wichtigste Funktion des Knies ist das Beugen, und hier wird es spannend, denn im gebeugten Zustand ist dieses Gelenk am verletzungsanfälligsten. Schifahrer wissen ein Lied davon zu singen !


Wenn die Verletzung schon da ist: je nach Diagnose des Arztes oder Therapeuten kann parallel bereits ein sanftes Beinachsen- und spezifisches Knie-Rehab-Training gestartet werden. Sanftes Muskel- und Faszientraining für das Knie fördert die Heilung.


Wie finden wir die richtige Balance zwischen Beweglichkeit und Stabilität ?

Durch das Bild des Knies als Kreuzung verschiedenster Strukturen können wir besser verstehen, dass abwechslungsreiche Bewegungen gut für das Gelenk sind. Bei Schönwetter ist das Spazieren in der freien Natur herrlich, und dabei können wir, anstatt immer nur geradeaus zu marschieren, auch einmal seitlich oder sogar rückwärts gehen. Das kräftigt Strukturen um das Knie, die wir im Alltag vernachlässigen. Seit-Kicks mit dem Fuß über die Körpermitte hinaus sind auch eine Wohltat für das geplagte Knie. Man kann sich dabei ja einen Ball oder ein Steinchen vorstellen, welches man seitlich wegkicken möchte !

Die Basis für ein gesundes Knie ist weiters auch ein guter Stand. Die Füße hüftbreit aufgestellt, mit Fuß-, Knie- und Hüftgelenk übereinander, die Kniescheiben nach vorne ausgerichtet und die Kniegelenke nicht ganz durchgedrückt – so stehen wir ideal da. Das können wir vor dem Spiegel üben. Sehen wir uns von der Seite an: wenn eine gedachte gerade vertikale Linie durch Knöchel, seitliches Knie, Rollhügel (das ist der seitliche Hüftknochen) und mitten durchs Schultergelenk und die Ohren zieht, dann stehen wir richtig.


Bei Schmerzen lohnt es sich, einmal hinzuhören: knackt es im Gelenk ? Das deutet auf Meniskusverletzungen und Knorpeldefekte hin. Oder reibt es wie Sandpapier ? Das könnte auf einen Abnutzungsprozess wie Arthrose hinweisen. Ja, und wenn es schnalzt – dann ist das Kreuzband gerissen. Sehr schmerzhaft !


2 Hinweise bei Schmerzen im Knie

  • Schmerzen beim Beugen und Strecken deuten auf Meniskusschäden hin
  • Schmerzen während des Drehens lassen auf Bänderrisse schließen

Von Arthrose sind so viele Menschen betroffen, dass diesem noch ein eigener Blogbeitrag gewidmet wird. Das Knie ist „auf einmal“ nicht mehr so beweglich und kann anschwellen. Nur soviel vorweg: je früher man dabei mit Gelenke-Training beginnt, desto wahrscheinlicher ist eine vollständige Genesung. Cleveres Muskel- und Faszientraining trägt dem Fakt Rechnung, dass so ein Gelenk Druck und Zug braucht, um geschmiert zu laufen. Wie ein Schwamm drücken wir „Schlacke“-Körperwasser heraus, das den Körper altern lässt; schon saugt sich der Gelenkknorpel mit frischem Wasser auf, erfrischt und verjüngt uns.
Es lohnt sich, einen Experten für Knie-Rehab-Training aufzusuchen und vor allem: mit dem Training dranzubleiben. Denn wenn die Schmerzen erst einmal chronisch sind, helfen geduldige Beständigkeit und die richtigen Bewegungen, um das Knie wieder gesund, fit und stau-frei zu halten. Damit auf unserem Times Square alles rund läuft !

0Y2A1947Gsundhaus Mattsee Herbst 2018Ansicht

Dass bei Ihnen alles rund läuft, das wünscht Ihnen von Herzen
Ihre „LEO Coach“

Mag. Waltraud Leobacher

Pilates und Faszienbewegung
GSUNDHAUS


2 Tipps bei akuten Knieschmerzen

  • Kälte reduziert das Schmerzempfinden. Coolpack für 30-40 Sekunden mehrmals täglich auflegen hilft
  • Bei Bedarf ist Wärme in Form eines Kirschkernkissens oder einer Wärmeflasche das Richtige. Sie spüren instinktiv, ob Sie gerade Wärme oder Kälte brauchen
  • Das Knie braucht Ruhe und Zeit. Entzündungen etwa klingen nach einer Woche ab

Verantwortlich für den Text: Mag.phil. Waltraud Leobacher, Kommunikationswissenschafterin, Pilates- und Faszientrainerin Bilder: Collage aus Wikipedia, und Economic Times, 17.09.2018 Textquelle: Bartrow, Kay: Schwachstelle Knie. TRIAS, Stuttgart 2015.
18.09.2018

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Aronia-Cocktail „Pure Beauty“

Cheers to your beauty !

Schnelle Schönheit aus dem Glas: der Aronia-Apfel-Cocktail. Ein herb-beeriges Getränk mit Beauty-Power !

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2 cl Aronia |2 cl naturtrüber Apfelsaft | 10 cl frisches Leitungswasser
Für 1 Sektglas | 3 min Zubereitungszeit | Pro Portion: 32 kcal, 0,5g E, 0,4g F, 6,2g KH


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Die Aroniabeere ist eine Power-Frucht: Antioxidans, Stoffwechsel-Optimierer, Immunsystem-Booster, gibt Schönheit und Kraft.
Sie hat eine große Gesundheitswirkung.
Besonders bei Darmkrebs ist diese Beere ein Segen – denn ihr wird nachgesagt, dass sie diesen hemme und somit die Neubildung von Krebszellen verhindere.

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Trink Dich schön und gesund !

Zur Gesunderhaltung für die Zell-Regeneration ist dieser Drink geeignet für Jedermann – nicht nur zur Festspielzeit in Salzburg.
Also lasst uns unsere Abwehrkräfte, Herz und Kreislauf stärken und unsere Haut strahlen mit diesem wohlschmeckenden, herb-erfrischenden Sommer-Getränk.

Cheeeers !


4 Fakten zur Aroniabeere

  • enthält viele Vitamine: A, C, E, K und alle B
  • Die Beere ist eine Kalium-, Magnesium-, Kalzium-, Zink- und Eisen-Quelle
  • reduziert angeblich die Tumorbildung und soll Darmkrebs hemmen
  • enthält Antioxidantien, welche die Zellerneuerung ankurbeln und die Haut jünger erscheinen lassen. QUELLE
  • Bilder: Mag. Waltraud Leobacher Text: Nicolas Andreas Leobacher für Leo Coaching

    25.07.2018


Sommerlicher Karfiol-Couscous

Diese einfache Speise ist für alle Stoffwechseltypen sehr gut verträglich. Der Karfiol (dt. Blumenkohl) hat gesunde Superkräfte, schmeckt herrlich sommerlich mit den bunten Wildkräutern-und macht schlank!

1 Karfiol | 1 kleine Zwiebel | Kreuzkümmel | 2 Tassen Couscous | 4 Tassen Wasser | 1 TL Salz | 3 EL Kokosöl | 1 kleine Karotte | 1 TL Kurkuma | 1 Messerspitze Paprikagewürz, nach Belieben mild oder scharf | 1 Msp. Pfeffer | bei Bedarf Bio-Süße oder Agavendicksaft | bunte Wildkräuter zum Bestreuen
Für 2 Portionen | 15 min Zubereitungszeit | Pro Portion: 345 kcal, 15 g E, 10 g F, 46 g KH

Die Zwiebel schälen und schneiden, die Karotte würfelig schneiden, beides mit Kokosöl in der Pfanne anbräunen. Kurkuma und Kreuzkümmel hinzufügen, 2 cl Wasser dazugeben. Den Karfiol waschen und in Röschen zerteilen, mit Salz in den Gewürzsud mischen, gut umrühren und bei geschlossenem Topf 10 Minuten bei mittlerer Hitze garen lassen.
Den Couscous mit etwas Salz in kaltem Wasser aufsetzen, zum Köcheln bringen und dann den Herd ausschalten und ausquellen lassen. Mit Paprikagewürz, Salz und Pfeffer abschmecken.
Ein hohes Glasgefäß schichtweise mit Couscous und Kurkumakarfiol auffüllen. Die letzte Schicht mit den schönsten Karfiolröschen garnieren, ein buntes Gewürz drüberstreuen – fertig ist das leckere Sommeressen, denn das Auge isst schließlich mit ! Mahlzeit !

DREI AHA´s
Der Karfiol fördert den Entgiftungsprozess der Leber – Detox pur . Zudem enthält er Sulforaphan, einem Stoff, dem nachgesagt wird, dass er vor Krebs schützen kann. 1
Gibt man zum Kochwasser etwas Zitronensaft oder Milch, bleibt der Karfiol schön weiß. 2
Optimal geeignet gegen Bluthochdruck. 3
Bild und Inhalt: Mag. Waltraud Leobacher für Leo Coaching

Quellen:
1 Stoffwechsel-Kick, Dr. Libby Weaver, S.
2 https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/mai/karfiol am 04.07.2018
3 https://www.gesünderleben.at/component/glossary/Gemüselexikon-16/K/Karfiol–6/ am 04.07.2018

Quinoa-Beeren-Brei

Dieser Brei hat viel Vitamin E, Proteine und Ballaststoffe – dadurch fühlen wir uns lange satt. Der Porridge ist herzhaft und doch mild, wärmend und für alle Bäuchlein geeignet !

1/2 Apfel  |  60 g Quinoa  |  200 ml ungesüßte Mandelmilch  |  2 EL gepuffter Amaranth  |  Beeren: Ribisel (Rote Johannisbeere), am besten aus dem Garten, Heidelbeeren und Himbeeren  |  Bio-Mandeln, am besten über Nacht eingeweicht  |  bei Bedarf Bio-Süße oder Agavendicksaft

Für 2 Portionen  |  10 min Zubereitungszeit  |  Pro Portion: 195 kcal, 7 g E, 5 g F, 36 g KH


Quinoa gründlich kalt waschen, dann mit Mandelmilch am Herd erwärmen, 7 min darin köcheln lassen. Apfel waschen, schneiden, Beeren waschen, Mandeln hacken. Wenn die Flocken in der Milch weich sind, vom Herd nehmen, gepufften Amaranth daruntermischen, mit Biosüße oder Agavendicksaft abschmecken, den Brei in Schalen füllen, mit den gehackten Mandeln bestreuen und mit den Beeren garnieren. Mahlzeit !


FÜNF FAKTEN

  • Mandeln senken den Cholesterinspiegel, schützen vor Diabetes und stärken die Knochen – weiterlesen
  • So beerig gesund sind die bunten Beeren: weiterlesen
  • Veggie-Tipp: Quinoa liefert uns pflanzliches Eiweiß, sowie Calcium und Eisen
  • Amaranth stärkt sowohl Gehirn als auch Muskeln – doppelte Power für den Tag !
  • Da Quinoa und Amaranth nur eingeschränkt in Österreich und Umgebung wachsen, sind sie vom ökologischen Standpunkt nur bedingt empfehlenswert. Fair Trade und Bio-Qualität helfen, die eigene Öko-Bilanz zu verbessern. (Quelle für heimischen Anbau von Quinoa ages.at)
Bild: Mag. Waltraud Leobacher für Leo Coaching

Karfiol-Bulgur-Pfanne

Karfiolherz

1 kleiner Karfiolkopf | 1 weiße Zwiebel | 2 Karotten | 1 TL Agavendicksaft | 2 frische Blätter Mangold | 200 g Bulgur | 2 EL Kokosöl | 100 ml Reismilch | 1 TL Paprika | Blütensalz | Pfeffer aus der Mühle

Für 2 Portionen | 30 Min. Zubereitung
Pro Portion: 260 kcal, 20 g E, 21 g F, 12 kg KH

Karfiol und Karotten waschen und in kleine Stücke zerteilen. Mangold grob hacken. Zwiebel schälen, schneiden, und in Kokosöl anbraten. Karfiolröschen und Karotten in die Pfanne geben und nach 4 Minuten mit der Reismilch ablöschen. Agavendicksaft hinzufügen und mit Paprika, Salz und Pfeffer abschmecken. Zudecken und ohne Temperatur nachziehen lassen.
Bulgur mit der doppelten Menge Salzwasser aufkochen und köcheln lassen, je nach Produktart Kochzeit auf der Packung beachten.
In einer kleinen Pfanne mit Kokosöl Mangold 2 Minuten anrösten. Beiseitestellen, Deckel draufgeben und ziehen lassen.

Nun kommt der schönste Teil: Aus dem Mangoldgemüse auf dem Teller ein Herz formen, Karfiolkarottenpfanne und Bulgur mischen und in der Mitte des Herzens anrichten. Und nun genießen – am besten mit den/dem/der Liebsten !

5 positive Fakten zum Karfiol:

  • macht lange satt wegen des hohen Anteils an Ballaststoffen und ist dabei
  • extrem kalorienarm
  • reich an Vitaminen (z.B. C, K)
  • reich an Mineralstoffen (Folsäure, Kalzium, Kalium, Magnesium)
  • das enthaltene Senföl zählt zu den sekundären Pflanzenstoffen, die z.B. das Krebsrisiko senken und gegen bestimmte Bakterien wirksam sind

    Guten Appetit wünscht Euch Eure

    LEO Coach – Mag. Waltraud Leobacher

    Quelle der 5 positiven Fakten

Bild: Mag. Waltraud Leobacher für Leo Coaching

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